Demetrius Degen - Seminarleiter und Autor


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MAHA-PARINIBBANA-SUTTANTA 
DIE GROSSE LEHRREDE 
VOM ENDGÜLTIGEN VERLÖSCHEN 
MAHA - PARI N I B BANA - S UTTANTA 

SO HABE ICH GEHÖRT: Einstmals weilte der Erhabene in Rajagaha am Gijjhakuta-Berg.  Zu jener Zeit nun hatte der Magadha-König Ajatasattu Vedehiputta die Absicht, die Vajji zu bekriegen.  Der sprach so: »Ich will diese Vajji schlagen, diese so mächtigen, so gewaltigen; vertilgen will ich die Vajji, vernichten will ich die Vajii; Unheil und Verderben bringen will ich über die Vajji.« Da nun sprach der Magadha-König Ajatasattu Vedehiputta zum Brahmanen Vassakara, dem Magadha-Minister: »Komm, du Brahmane, und begib dich zum Erhabenen.  Dort angelangt, neige dich in meinem Namen ehrfurchtsvoll mit dem Haupt zu den Füßen des Erhabenen und frage, ob es gesundheitlich befriedigend und körperlich wohl gehe; frage nach Gesundheit, Kräften und Wohlergehen, in der Art: Der Magadha-König, o Herr, Ajatasattu Vedehiputta, neigt sein Haupt ehrfurchtsvoll zu den Füßen des Erhabenen und fragt, ob es gesundheitlich befriedigend und körperlich wohl gehe, fragt nach Gesundheit, Kräften und Wohlergehen.‘ Und dann sage folgendes: Der Magadha-König, o Herr, Ajatasattu Vedehiputta, hat die Absicht, die Vajji zu bekriegen.  Der spricht so: Ich will diese Vajji schlagen, diese so mächtigen, so gewaltigen; vertilgen will ich die Vaiji, vernichten will ich die Vajji, Unheil und Verderben bringen will ich über die Vajjiä und wie der Erhabene dir antwortet, das merke dir gut und berichte es mir.  Die Vollendeten“ sprechen nichts Unrichtiges.« »ja, Herr«, antwortete da der Brahmane Vassakara, der Magadha-Minister, zustimmend dem Magadha-König Ajatasattu Vedehiputta, ließ viele schöne Wagen herrichten, bestieg selber einen davon, verließ mit dem ganzen Troß Rajagaha und fuhr zum Berge Gijjhakuta hinaus.  Nachdem er nun, soweit der Weg fahrbar war, den Wagen benutzt hatte, stieg er ab vom Wagen und begab sich zu Fuß zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er sich freundlich mit dem Erhabenen und setzte sich nach den üblichen Begrüßungsworten seitwärts nieder.  Seitwärts sitzend, sprach nun der Brahmane Vassakara, der Magadha-Minister zum Erhabenen so: »Verehrter Gotama, der Magadha-König Ajatasat Vedehiputta neigt sein Haupt ehrfurchtsvoll zu den Füßen des verehrten Gotama und fragt, ob es gesundheitlich befriedigend und körperlich wohl gehe, fragt nach Gesundheit, Kräften und Wohlergehen.  Der Magadha König Ajatasattu Vedehiputta, verehrter Gotama, hat die Absicht, die Vajji zu bekriegen.  Der spricht so: Ich will diese Vajji schlagen, die so mächtigen, so gewaltigen; vertilgen will ich die Vajji, vernichten will ich die Vajji, Unheil und Verderben bringen will ich über die Vaiii‘.,« Damals nun stand der ehrwürdige Ananda gerade hinter dem Erhabenen, den Erhabenen fächernd.  Da nun sprach der Erhabene zum ehrwürdigen Ananda: »Was hast du gehört, Ananda?  Halten die Vajji häufig Versammlungen ab und sind ihre Versammlungen gut besucht?« »Ich habe dieses gehört, o Herr, daß die Vajji häufig Versammlungen abhalten, und daß ihre Versammlungen gut besucht sind.« »Solange, Ananda, die Vajji häufig Versammlungen abhalten werden und ihre Versammlungen gut besucht sein werden, da ist, Ananda, gerade Gedeihen bei den Vajji zu erwarten, nicht Verfall. - Was hast du gehört, Ananda?  Kommen die Vajji in Eintracht zusammen?  Gehen sie in Eintracht auseinander?  Führen sie in Eintracht ihre staatlichen Obliegenheiten aus?« »Ich habe dieses gehört, o Herr, daß die Vajji in Eintracht zusammenkommen, daß sie in Eintracht auseinandergehen, und daß sie in Eintracht ihre staatlichen Obliegenheiten ausführen.« »Solange, Ananda, die Vajji in Eintracht zusammenkommen werden, in Eintracht auseinandergehen werden, in Eintracht ihre staatlichen Obliegenheiten ausfahren werden, da ist, Ananda, gerade Gedeihen bei den Vajji zu erwarten, nicht Verfall. - Was hast du gehört, Ananda?  Setzen die Vajji auch nichts Ungebräuchliches fest?  Verletzen sie auch nicht die Gebräuche, so daß sie in Beobachtung des Alten, bei den Vajji gültigen Gesetzes leben?« »Ich habe dieses gehört, o Herr, daß die Vajji nichts Ungebräuchliches festsetzen, daß sie die Gebräuche nicht verletzen, so daß sie in Beobachtung des Alten, bei den Vajji gültigen Gesetzes leben.« »So lange, Ananda, die Vajji nichts Ungebräuchliches festsetzen werden, die Gebräuche nicht verletzen werden, so daß sie in Beobachtung des Alten, bei den Vajji gültigen Gesetzes leben werden, da ist, Ananda, gerade Gedeihen bei den Vajji zu erwarten, nicht Verfall. - Was hast du gehört, Ananda?  Ehren die Vajji auch ihre Greise, würdigen sie sie, schätzen sie sie, verehren sie sie und beherzigen sie deren Aussprüche?« »Ich habe dieses gehört, o Herr, daß die Vaiji ihre Greise ehren, würdigen, schätzen, verehren und daß sie deren Aussprüche beherzigen.« »Solange, Ananda, die Vajji ihre Greise ehren, würdigen, schätzen, verehren und deren Aussprüche beherzigen werden, da ist, Ananda, gerade Gedeih bei den Vajji zu erwarten, nicht Verfall. - Was hast du gehört, Ananda?  Schleppen die Vajji auch nicht ehrbare Frauen und Mädchen fort und halten sie gewaltsam zurück?« »Ich habe dieses gehört, o Herr, daß die Vajji ehrbare Frauen und Mädchen nicht fortschleppen und nicht mit Gewalt zurückhalten.« »Solange, Ananda, die Vajji ehrbare Frauen und Mädchen nicht fortschleppen werden, sie nicht mit Gewalt zurückhalten werden, da ist, Ananda, gerade Gedeihen bei den Vajji zu erwarten, nicht Verfall. - Was hast du gehört, Ananda?  Ehren die Vajji auch ihre Gedenkmale“, die in der Stadt sowohl wie die außerhalb, würdigen sie sie, schätzen sie sie, verehren sie sie und lassen sie auch nicht den religiösen Dienst für dieselben, wie er von alters her gegeben und vollzogen wurde, verfallen?« »Ich habe dieses gehört, o Herr, daß die Vajji ihre Gedenkmale, die in der Stadt sowohl wie die außerhalb, ehren, würdigen, schätzen, verehren, und daß sie den religiösen Dienst für dieselben, wie er von alters her gegeben und vollzogen wurde, nicht verfallen lassen.« »Solange, Ananda, die Vaji ihre Gedenkmale, die in der Stadt sowohl wie die außerhalb, ehren, würdigen, schätzen, verehren werden, solange sie den religiösen Dienst für dieselben, wie er von alters her gegeben und vollzogen wurde, nicht verfallen lassen werden, da ist, Ananda, gerade Gedeihen bei den Vajji zu erwarten, nicht Verfall. - Was hast du gehört, Ananda?  Ist auch religiöser Pflicht entsprechend bei den Vajji Obhut, Schutz und Schirm für die Verehrungswürdigen‘ gut vorgesehen, so daß auswärtige Verehrungswürdige Lust hätten, das Land zu betreten, und einheimische Verehrungswürdige gern im Lande leben möchten?« »Ich habe dieses gehört, o Herr, daß religiöser Pflicht entsprechend bei den Vajji Obhut, Schutz und Schirm für die Verehrungswürdigen gut vorgesehen ist, so daß auswärtige Verehrungswürdige Lust haben, das Land zu betreten, und einheimische Verehrungswürdige gern im Lande leben mögen.« »Solange, Ananda, bei den Vajji Obhut, Schutz und Schirm für die Verehrungswürdigen gut vorgesehen sein wird, so daß auswärtige Verehrungswürdige Lust haben, das Land zu betreten und einheimische Verehrungswürdige gern im Lande leben mögen, da ist, Ananda, gerade Gedeihen bei den Vajji zu erwarten, nicht Verfall.« Da nun sprach der Erhabene zum Brahmanen Vassakara, dem Magadha Minister: »Einstmals, Brahmane, weilte ich da in Vesall beim Sarandada Gedenkmal, da zeigte ich den Vajji die sieben vor dem Verfall schützenden Eigenschaften.  Solange, Brahmane, diese sieben vor dem Verfall schützenden Eigenschaften bei den Vajji bestehen werden und die Vajji in Übereinstimmung mit diesen sieben vor dem Verfall schätzenden Eigenschaften leben werden, da ist, Brahmane, gerade Gedeihen bei den Vajji zu erwarten, nicht Verfall.« Daraufhin sprach der Brahmane Vassakara, der Magadha-Minister, zum Erhabenen so: »Verehrter Gotama, wenn die Vajji auch nur mit einer einzigen dieser vor dem Verfall schützenden Eigenschaften begabt wären, so wäre sicherlich Gedeihen bei den Vajjl zu erwarten, nicht Verfall; was soll man da erst von allen sieben vor dem Verfall schützenden Eigenschaften sagen!  Der Magadha-König Ajatasattu Vedehiputta wird den Vajji nicht beikommen können, zum mindesten soweit es offenen Krieg betrifft; ausgenommen vielleicht durch Diplomatie und innere Spaltungen.  Wohlan nun, verehrter Gotama, wir müssen jetzt gehen.  Unsere Obliegenheiten und Pflichten sind viele!« »Wie du nun, Brahmane, es für an der Zeit hältst.« Da nun erhob sich der Brahmane Vassakara, der Magadha-Minister, durch die Rede des Erhabenen erfreut und befriedigt, von seinem Sitze und ging fort.  Da nun, bald nach dem Weggehen des Brahmanen Vassakara, des Magadha-Ministers, sprach der Erhabene zum ehrwürdigen Ananda: »Geh du, Ananda!  Soweit die Mönche in der Nähe von Rajagaha wohnen, laß sie alle zusammenkommen in der Versammlungshalle.« »ja, o Herr!« erwiderte da zustimmend der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Soweit die Mönche in der Nähe von Rajagaha wohnten, ließ er sie alle in der Versammlungshalle zusammenkommen und begab sich dann zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und stellte sich seitwärts.  Seitwärts stehend, sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen so: »Versammelt, o Herr, ist die Mönchsgemeinde!  Wie du es nun für an der Zeit hältst.« Da nun erhob sich der Erhabene von seinem Sitz und begab sich zur Versammlungshalle.  Dort angelangt, ließ er sich auf dem zubereiteten Sitz nieder.  Nachdem er sich niedergelassen hatte, redete der Erhabene die Mönche an: »Sieben vor dem Verfall schätzende Eigenschaften will ich euch lehren.  Das hört!  Achtet wohl auf!  Ich werde reden.« »ja, o Herr«, antworteten da jene Mönche dem Erhabenen.  Der Erhabene sprach so: »Solange, ihr Mönche, die Mönche häufig zusammenkommen werden und ihre Versammlungen gut besucht sein werden, da ist gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche in Eintracht zusammenkommen werden, in Eintracht auseinandergehen werden, in Eintracht die Obliegenheiten des Ordens ausfahren werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche nichts Ungebräuchliches festsetzen werden, solange sie die Gebräuche nicht verletzen werden, so daß sie in Beobachtung der festgesetzten Übungen leben werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche ihre Älteren, Erfahrenen, schon längst Hinausgezogenen, die Väter der Gemeinde, die Führer der Gemeinde ehren, würdigen, schätzen, verehren und deren Aussprüche beherzigen werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche nicht unter die Gewalt des aufgestiegenen Lebensdurstes, des wiedergeburtigen, geraten werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche nach Wald-einsamen Lagerstätten sich sehnen werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche aus sich selber heraus Verinnerung üben werden, so daß auswärtige tugendhafte Mönchsgenossen Lust hätten heranzukommen und einheimische tugendhafte Mönchsgenossen dort gerne leben möchten, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, diese sieben vor dem Verfall schätzenden Eigenschaften bei den Mönchen bestehen werden und die Mönche in Übereinstimmung mit diesen sieben vor dem Verfall schützenden Eigenschaften leben werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Sieben andere vor dem Verfall schützende Eigenschaften werde ich euch zeigen.  Das hört!  Achtet wohl auf!  Ich werde reden.« »ja, o Herr«, erwiderten da diese Mönche dem Erhabenen.  Der Erhabene sprach so: »Solange, ihr Mönche, die Mönche nicht tatfroh, nicht tatfreudig, der Tatfreudigkeit nicht hingegeben sein werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche nicht redefroh, nicht redefreudig, der Redefreudigkeit nicht hingegeben sein werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche nicht schlafensfroh, nicht schlafensfreudig, der Schlafensfreudigkeit nicht hingegeben sein werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche nicht geselligkeitsfroh, nicht geselligkeitsfreudig, der Geselligkeitsfreudigkeit nicht hingegeben sein werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche nicht nach Bösem lüstern sein werden, solange sie nicht unter die Gewalt böser Lüste geraten sein werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche nicht in schlechter Freundschaft, nicht in schlechter Genossenschaft, nicht in schlechtem Umgang leben werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche nicht, nach Erreichung minderwertigere Vorzüge, auf halbem Wege schon sich zufriedengeben werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, diese sieben vor dem Verfall schützenden Eigenschaften bei den Mönchen bestehen werden und solange die Mönche in Übereinstimmung mit diesen sieben vor dem Verfall schützenden Eigenschaften leben werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeih, der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Sieben andere vor dem Verfall schätzende Eigenschaften, ihr Mönche, werde ich euch zeigen.  Das hört!  Achtet wohl auf!  Ich werde reden.« »ja, o Herr!« erwiderten da diese Mönche dem Erhabenen.  Der Erhabene sprach so: »Solange, ihr Mönche, die Mönche vertrauensvoll sein werden, schamhaft sein werden, in Scheu vor Fehlern leben werden, wohl belehrt sein werden, ernsthaft in ihrem Streben sein werden, in stets bereiter Achtsamkeit leben werden, weise sein werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, diese sieben vor dem Verfall schützenden Eigenschaften bei den Mönchen bestehen werden und solange die Mönche in Übereinstimmung mit diesen sieben vor dem Verfall schützenden Eigenschaften leben werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Sieben andere vor dem Verfall schützende Eigen@aften, ihr Mönche, werde ich euch zeigen.  Das hört!  Achtet wohl auf!  Ich werde reden!« »ja, o Herr!« erwiderten da diese Mönche dem Erhabenen.  Der Erhabene sprach so: Solange, ihr Mönche, die Mönche das Hilfsmittel zur höchsten Weisheit Verinnerung‘ pflegen werden; das Hilfsmittel zur höchsten Weisheit Lehrerwägung pflegen werden; das Hilfsmittel zur höchsten Weisheit Kraft‘ pflegen werden; das Hilfsmittel zur höchsten Weisheit Freudigkeit‘ pflegen werden; das Hilfsmittel zur höchsten Weisheit Ruhe‘ pflegen werden; das Hilfsmittel zur höchsten Weisheit Vertiefung‘ pflegen werden; das Hilfsmittel zur höchsten Weisheit Gleichmut‘ pflegen werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, diese sieben vor dem Verfall schätzenden Eigenschaften bei den Mönchen bestehen werden und solange die Mönche in Übereinstimmung mit diesen sieben vor dem Verfall schätzenden Eigenschaften leben werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Sieben andere vor dem Verfall schätzende Eigen@aften, ihr Mönche, werde ich euch zeigen.  Das hört!  Achtet wohl auf!  Ich werde reden!« »ja, o Herr!« erwiderten da diese Mönche dem Erhabenen.  Der Erhabene sprach so: »Solange, ihr Mönche, die Mönche den Vergänglichkeits-Gedanken pflegen werden, den Nichtselbst-Gedanken pflegen werden, den Ekel-Gedanken pflegen werden, den Elend-Gedanken pflegen werden, den Lassens-Gedanken pflegen werden, den Entsüchtungs-Gedanken pflegen werden, den Endigungs-Gedanken pflegen werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, diese sieben vor dem Verfall schätzenden Eigenschaften bei den Mönchen bestehen werden und solange die Mönche in Übereinstimmung mit diesen sieben vor dem Verfall schätzenden Eigenschaften leben werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Sechs vor dem Verfall schützende Eigenschaften, ihr Mönche, werde ich euch zeigen.  Das hört!  Achtet wohl auf!  Ich werde reden!« »ja, o Herr!« erwiderten da diese Mönche dem Erhabenen.  Der Erhabene sprach so: »Solange, ihr Mönche, die Mönche ihren Mitmönchen Liebe erweisen werden in der Tat, öffentlich und im geheimen, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche ihren Mitmönchen Liebe erweisen werden im Wort, öffentlich wie im geheimen, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche ihren Mitmönchen Liebe erweisen werden in Gedanken, öffentlich wie im geheimen, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche das, was sie an rechtmäßigen, rechtmäßig empfangenen Gaben besitzen, und wäre es auch nur der Menge nach soviel wie der Inhalt einer Almosenschale - solange sie derartige Gaben unparteiisch verteilt genießen werden, gemeinsam mit ernsthaften Mitmönchen, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche, was es da an Ordensvorschriften gibt, an unverbrüchlichen, unverletzlichen, unveränderlichen, wechsellosen, entfreienden, von Weisen gepriesenen, nicht auf Mehrung ausgehenden zur Vertiefung fahrenden - solange sie bei allen diesen Ordensvorschriften zusammen mit ihren Mitmönchen in einer auf Zucht gerichteten Büßerschaft leben werden, öffentlich wie im geheimen, da ist ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, die Mönche bei jener Einsicht, der edlen, heilsamen, welche den danach Handelnden zur völligen Leidens-Endigung führt, zusammen mit ihren Mitmönchen in einer auf Einsicht ausgehenden‘ Büßerschaft leben werden, öffentlich wie im geheimen, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.  Solange, ihr Mönche, diese sechs vor dem Verfall schützenden Eigenschaften bei den Mönchen bestehen werden und solange die Mönche in Übereinstimmung mit diesen sechs vor dem Verfall schützenden Eigenschaften leben werden, da ist, ihr Mönche, gerade Gedeihen der Mönche zu erwarten, kein Verfall.« Und der Erhabene, als er in Rajagaha am Gijjhakuta-Berg weilte, gab den Mönchen vielfach folgende Belehrung: »So ist Selbstzucht“, so ist Vertiefung, so ist Weisheit“.  In Selbstzucht wohlbereitete Vertiefung bringt große Frucht, bringt großen Lohn Vertiefung wohlbereitete Weisheit bringt große Frucht, bringt großen Lohn. Der in Weisheit wohlbereite Geist wird ganz und gar von den Trieben“‘ befreit, nämlich. dem Sinnlichkeits-Trieb, dem, Daseins-Trieb, dem Glaubens-Trieb, dem Nichtwissens-Trieb.« Da nun, nachdem der Erhabene, in Rajagaha nach Belieben geweilt hatte, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Komm, Ananda Laß uns nach Ambalatthika gehen.« »ja, o Herr!« erwiderte da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun wanderte der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde nach Ambalatthika.  Und der Erhabene wohnte in Ambalatthika im öffentlichen Rasthaus.  Und auch, als der Erhabene in Ambalatthika im öffentlichen Rasthaus wohnte, gab er den Mönchen vielfach folgende Belehrung: »So ist Selbstzucht, so ist Vertiefung, so ist Weisheit.  In Selbstzucht wohlbereitete Vertiefung bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  In Vertiefung wohlbereitete Weisheit bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  Der in Weisheit wohlbereitete Geist wird ganz und gar von den Trieben befreit, nämlich: dem Sinnlichkeits-Trieb, dem Daseins-Trieb, dem Glaubens-Trieb, dem Nichtwissens-Trieb.« Da nun, nachdem der Erhabene in Ambalatthika nach Belieben geweilt hatte, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Komm, Ananda!  Laß uns nach Nalanda gehen.« »ja, o Herr!« erwiderte da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun wanderte der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde Weiter nach Nalanda.  Und der Erhabene wohnte in Nalanda, im Pavarika-Mangohain.  Da nun begab sich der ehrwürdige Sariputta zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich seitwärts nieder.  Seitwärts sitzend sprach der ehrwürdige Sariputta zum Erhabenen so: »Die inne“ Sicherheit, : o Herr, habe ich beim Erhabenen: nicht war da, noch wird sein, noch ist gegenwärtig ein anderer Büßer oder Brahmane reicher an Einsicht als der Erhabene, soweit es höchstes Wissen betrifft.« »Das ist ein stolzes, wuchtiges Wort, Sariputta, was du da gesprochen hast.  Einzig bestimmt hast du den Löwenruf ertönen lassen: Die innere Sicherheit, o Herr, habe ich beim Erhabenen: nicht war da, noch wird sein, noch ist gegenwärtig ein anderer Büßer oder Brahmane reicher an Einsicht als der Erhabene, soweit es höchstes Wissen betrifft.‘ Hast du nun, Sariputta, was es da an Verehrungswürdigen, an Voll Erwachten in vergangenen Zeiten gab, hast du alle diese Erhabenen unmittelbar im Geist durchschaut und erkannt: Derart war die Zucht bei diesen Erhabenen, genau so, derart die Lehre, derart das Wissen, derart das Weilen, derart war die Befreiung bei diesen Erhabenen, genau so‘?« »Das nicht, o Herr.« »Hast du denn, Sariputta, was es da an Verehrungswürdigen, an Voll-Erwachten in zukünftigen Zeiten geben wird, hast du alle diese Erhabenen unmittelbar im Geist durchschaut und erkannt: Derart wird die Zucht bei diesen Erhabenen sein, genau so, derart die Lehre, derart das Wissen, derart das Weilen, derart wird die Befreiung bei diesen Erhabenen sein, genau so‘?« »Das nicht, o Herr.« »Hast du denn, Sariputta, der ich jetzt der Verehrungswürdige, der Voll-Erwachte bin, hast du mich unmittelbar im Geist durchschaut und erkannt: Derart ist die Zucht beim Erhabenen, genau so, derart die Lehre, derart das Wissen, derart das Weilen. derart ist die Befreiung bei Erhabenen, genauso?« »Das nicht, o Herr.« »Da hast du nun, Sariputta, bei den vergangenen, zukünftigen und gegenwärtigen Verehrungswürdigen, Voll-Erwachten die unmittelbare geistige Durchschauung nicht.  Warum nun, Sariputta, hast du das stolze, wuchtige Wort gesprochen, einzig bestimmt den Löwenruf ertönen lassen: Die innere Sicherheit, o Herr, habe ich beim Erhabenen-. nicht war da, noch wird sein, noch ist gegenwärtig  anderer Büßer oder Brahmane reicher an Einsicht als der Erhabene, soweit es höchstes Wissen betrifft‘?« »Nicht zwar habe ich, o Herr, bei den vergangenen, zukünftigen und gegenwärtigen Verehrungswürdigen, Voll-Erwachten die unmittelbare geistige Durchschauung.  Aber ich habe es auf Grund von Schlußfolgerung erkannt.  Gleich als wenn, o Herr, ein König eine Grenzstadt hätte, mit starken Mauern“ mit starken Wällen und Türmen und nur einem einzigen Eingang.  Der hätte einen Torhüter, weise, erfahren, klug, der Unbekannte fernhält und nur Bekannte einläßt.  Der umwandelte diese Stadt von allen Seiten, die Straße ordnungsgemäß abgehend, und sähe weder einen Zwischenraum in der Mauer, noch einen Spalt in der Mauer, und wäre es selbst soviel, daß eine Katze hindurchkönnte.  Dem würde dann der Gedanke kommen: Alle gröberen Lebewesen, die diese Stadt betreten oder verlassen, die alle betreten und verlassen sie durch diesen Eingang.‘ Ebenso, o Herr, habe ich auf Grund von Schlußfolgerung erkannt: Was es da, o Herr, an Verehrungswürdigen, an Voll-Erwachten in vergangenen Zeiten gab, alle diese Erhabenen sind in unvergleichlicher Voll-Erwachung ganz erwacht, nachdem sie die fünf Hemmungen abgetan hatten, nachdem sie die geistige befleckungen, die schwach machenden, 
erkannt hatten, nachdem sie das denken auf die vier Grundlagen der Verinnerung 
 wohl eingestellt hatten und die sieben Hilfsmittel höchster Weisheit wirlilichkeitsgemäß entwickelt hatten.  Was es da, o Herr, an Verehrungswürdigen, an Voll-Erwachten in zukünftigen Zeiten geben wird,‘ alle diese Erhabenen werden in unvergleichlicher Voll-Erwachung ganz erwachen, nachdem sie die fünf Hemmungen abgetan haben, nachdem sie die geistigen Befleckungen, die schwach machenden, erkannt haben, nachdem sie das Denken auf die vier Grundlagen der Verinnerung wohl eingestellt haben und die sieben Hilfsmittel höchster Weisheit wirklichkeitsgemäß entwickelt haben.  Und auch, o Herr, gegenwärtig der Erhabene, der Verehrungswürdige, der Voll-Erwachte ist in unvergleichlicher Voll-Erwachung ganz erwacht, nachdem er die fünf Hemmungen abgetan hat, nachdem er die geistigen Befleckungen, die schwach machenden, erkannt hat, nachdem er das Denken auf die vier Grundlagen der Verinnerung wohl eingestellt hat und die sieben Hilfsmittel höchster Weisheit wirklichkeitsgemäß entwickelt hat. « Und auch als der Erhabene in Nalanda wohnte, im Pavarika-Mangohain, gab er den Mönchen vielfach folgende Belehrung: 
»So ist selbstzucht             so ist Vertiefung, so ist Weisheit.  In Selbstzucht wohl bereitete Vertiefung bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  In Vertiefung wohlbereitete Weisheit bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  Der von Weisheit wohlbereitete Geist wird ganz und gar von den Trieben befreit, nämlich: dem Sinnlichkeitstrieb, dem Daseins-Trieb, dem Glaubens-Trieb, dem Nichtwissens-Trieb.« Da nun, nachdem der Erhabene nach Belieben in Nalanda geweilt hatte, redete er den ehrwürdigen Ananda all; »Komm, Ananda!  Laß uns nach Pataligama gehen.« »ja, o Herr!« erwiderte da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun wanderte der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde nach Pataligama.  Und es hörten die Anhänger aus Pataligama: »Der Erhabene, sagt man, ist in Pataligama angekommen.« Da nun begaben sich die Anhänger aus Pataligama zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßten sie den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließen sich seitwärts nieder.  Seitwärts sitzend, sprachen die Anhänger aus Pataligama zum Erhabenen so: »Wolle der Erhabene einwilligen, in unserem Unterkunftshause zu wohnen.« Der Erhabe willigte ein durch Schweigen.  Da nun, als die Anhänger aus Pataligama die Einwilligung des Erhabenen gesehen hatten, erhoben sie sich von ihren Sitzen, begrüßten den Erhabenen ehrfurchtsvoll, machten die Rechtsumwandlung und begaben sich nach ihrem Unterkunftshaus.  Dort angelangt, richteten sie das Unterkunftshaus sorgfältig her, breiteten Sitze aus, stellten ein Wassergefäß auf und machten eine Öllampe zurecht.  Dann begaben sie sich zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßten sie den Erhabenen ehrfurchtsvoll und stellten sich seitwärts.  Seitwärts stehend, sprachen die Anhänger aus Pataligama zum Erhabenen so: »Sorgfältig hergerichtet, o Herr, ist das Unterkunftshaus, ausgebreitet sind die Sitze, das Wassergefäß ist aufgestellt und die Öllampe zurechtgemacht.  Wie nun, o Herr, der Erhabene es für an der Zeit hält.« Da nun, nachdem der Erhabene sich angekleidet und Mantel und Almosenschale genommen hatte, begab er sich zusammen mit der Mönchsgemeinde zum Unterkunftshaus.  Dort angelangt, reinigte er sich die Füße, ging in das Unterkunftshaus hinein und ließ sich, an den mittleren Pfeiler gelehnt, das Gesicht nach dem Eingang gewandt, nieder.  Und auch die Mönchsgemeinde reinigte sich die Füße, ging in das Unterkunftshaus hinein und ließ sich an der hinteren Wand, das Gesicht nach dem Eingang gewandt, nieder, den Erhabenen vor sich.  Und auch die Anhänger aus Pataligama reinigten sich die Füße, gingen in das Unterkunftshaus hinein und ließen sich an der vorderen Wand, das Gesicht vom Eingang abgewandt, nieder, den Erhabenen vor sich.  Da nun redete der Erhabene die Anhänger von Pataligama an: »Diese fünf Nachteile, ihr Haushaber, hat der Zuchtlose durch Verletzung der sittlichen Zucht.  ‚Welche fünf?  Da trifft, ihr Haushaber, den Zuchtloßen, die sittliche Zucht Verletzenden infolge seiner Lässigkeit ein schwerer Verlust an Besitz.  Das ist der erste Nachteil, den der Zuchtlose hat durch Verletzung der sittlichen Zucht.  Und weiter, ihr Haushaber, geht von dem Zuchtlosen, die sittliche Zucht Verletzenden ein schlechter Ruf aus.  Das ist der zweite Nachteil, den der Zuchtlose hat durch Verletzung der sittlichen Zucht.  Und weiter, ihr Haushaber, in was für eine Versammlung der Zuchtlose, die sittliche Zucht Verletzende sich auch begeben mag, sei es in eine Kriegerversammlung, sei es in eine Priesterversammlung, sei es in eine Bürgerversammlung, sei es in eine Büßerversammlung - in die begibt er sich ohne Selbstvertrauen. voll innerem Unbehagen.  Das ist der dritte Nachteil, den der Zuchtlose hat durch Verletzung der sittlichen Zucht.  Und weiter noch ihr Haushaber, scheidet der Zuchtlose, die sittliche Zucht Verletzende verstört aus diesem Leben.  Das ist der vierte Nachteil, den der Zuchtlose hat durch Verletzung der sittlichen Zucht.  Und weiter noch  ihr Haushaber, taucht der Zuchtlose, die sittliche Zucht Verletzende beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode in Elend in Unglück in gesunkenem, höllischem Zustand wieder auf.  Das ist der fünfte Nachteil, den der Zuchtlose hat durch Verletzung der sittlichen Zucht.  Diese fünf Nachteile, ihr Haushaber, hat der Zuchtlose durch Verletzung der sittlichen Zucht.  Diese fünf Vorteile, ihr Haushaber, hat der Züchtige durch Zuchtbeflissenheit. Welch. fünf?  Da erlangt, ihr Haushaber, der Züchtige, Zuchtbeflissene infolge von Fleiß eine große Vermögensmasse.  Das ist der, erste Vorteil, den der Züchtige hat durch Zuchtbeflissenheit.  Und weiter noch, ihr Haushaber, geht von dem Züchtigen, Zuchtbeflissenen ein guter Ruf aus.  Das ist der zweite Vorteil, den der Züchtige hat durch Zuchtbeflissenheit.  Und weiter noch, ihr Haushaber, in was für eine Versammlung der Züchtige, Zuchtbeflissene sich auch begeben mag, sei es in eine Kriegerversammlung, sei es in eine Priesterversammlung, sei es in eine Bürgerversammlung, sei es in eine Büßerversammlung - in die begibt er sich voll Selbstvertrauen, ohne inneres Unbehagen.  Das ist der dritte Vorteil, den der Züchtige hat durch Zuchtbeßissenheit.  Und weiter noch, ihr Haushaber, scheidet der Züchtige, Zuchtbeflissene unverstört aus dem Leben.  Das ist der vierte Vorteil, den der Züchtige hat durch Zuchtbeflissenheit.  Und weiter noch, ihr Haushaber, taucht der Züchtige, Zuchtbeflissene beim Zerfall des Körpers, nach dein Tode in glücklichem Zustand, in himmlischer Welt wieder auf.  Das ist der fünfte Vorteil, den der Züchtige hat durch Zuchtbeflissenheit.  Diese fünf Vorteile, ihr Haushaber, hat der Züchtige durch Zuchtbeflissenheit.« Da nun, nachdem der Erhabene die Anhänger aus Pataligama bis tief in die Nacht hinein in lehrreichem Gespräche unterwiesen hatte, angeregt hatte, bestärkt, erheitert hatte, entließ er sie: »Vorgeschritten, ihr Haushaber, ist die Nacht.  Wie es euch nun an der Zeit dünkt.« »ja, o Herr!« erwiderten da die Anhänger aus Pataligama dem Erhabenen, erhoben sich von ihren Sitzen, begrüßten den Erhabenen ehrfurchtsvoll, machten die Rechtsumwandlung und gingen fort.  Da nun, kurz nachdem die Anhänger aus Pataligama fortgegangen waren, ging der Erhabene in seine Klause.  Zu jener Zeit nun richteten Sunidha und Vassakara, die Magadha-Minister, in Pataligama eine.  Festung her zur Abwehr der Vajji.  Zu jener Zeit nun nahmen sehr viele Gottheiten zu Tausenden in Pataligama die Plätze in Beschlag.  In welchem Lande nun hochmächtige Gottheiten die Plätze in Beschlag genommen haben, da neigt sich der Sinn der Minister hochmächtiger Könige hin, Wohnstätten herzurichten.  In welchem Lande mittelmäßige Gottheiten die Plätze in Beschlag genommen haben, da neigt sich der Sinn der Minister mittelmäßiger Könige hin, Wohnstätten herzurichten.  In welchem Lande niedrige Gottheiten die Plätze in Beschlag genommen haben, da neigt sich der Sinn der Minister niedriger Könige hin, Wohnstätten herzurichten.  Und es sah der Erhabene mit dem himmlichen Auge, dem geklärten, menschliche Fähigkeiten übersteigenden, jene Gottheiten zu Tausenden, wie sie die Plätze in Pataligama in Beschlag nahmen.  Da nun, nachdem der Erhabene nach der Nachtruhe sich am Morgen erhoben hatte, redete er den ehrwürdigen Ananda an. »Wer, Ananda, richtet denn nur in Pataligama eine Festung her?« »Sunidha und Vassakara, o Herr, die Magadha-Minister, richten in Pataligama eine Festung her zur Abwehr der Vajji.« »Gleich als ob sie, Ananda, mit den Tavatimsa-Göttern sich beraten hätten, gerade so, Ananda, richten die Magadha-Minister Sunidha und Vassakara in Pataligama eine Festung her zur Abwehr der Vajji.  Da habe ich, Ananda, mit dem himmlischen Auge, dem menschliche Fähigkeiten übersteigenden, sehr viele Gottheiten gesehen, zu Tausenden, wie sie die Plätze in Pataligama in Beschlag nehmen, In welchem Lande aber hochmächtige Gottheiten die Plätze in Beschlag genommen haben, da neigt sich der Sinn der Minister hochmächtiger Könige hin, Wohnstätten herzurichten.  In weichem Lande mittelmäßige Gottheiten die Plätze in Beschlag genommen haben, da neigt sich der Sinn der Minister mittelmäßiger Könige hin, Wohnstätten herzurichten. in welchem Lande niedrige Gottheiten die Plätze in Beschlag genommen haben, da neigt sich der Sinn der Minister niedriger Könige hin, Wohnstätten herzurichten.  Soweit, Ananda, das Bereich der Edlen geht, soweit Handel herrscht, wird dieses Pataligama eine Hauptstadt sein, ein Sammelplatz.  Aber auch für Pataligama, Ananda, drohen drei Gefahren: vom Feuer, vom Wasser, von Zwietracht.« Da nun begaben sich die Magadha-Minister Sunidha und Vassakara zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßten sie sich freundlich mit dem Erhabenen und stellten sich nach den üblichen Begrüßungsworten seitwärts hin.  Seitwärts stehend, sprachen die Magadha-Minister Sunidha und Vassakara zum Erhabenen so: »Möge doch der Herr Gotama einwilligen, für heute von uns das Mahl anzunehmen, samt der Mönchsgemeinde.« Der Erhabene willigte ein durch Schweigen.  Da nun, als die Magadha Minister Sunidha und Vassakara die Einwilligung des Erhabenen erkannt hatten, begaben sie sich zu ihrem Hause.  Dort angelangt, ließen sie auserlesene feste und flüssige Nahrung zubereiten und dann dem Erhabenen die Zeit anzeigen: >Es ist Zeit, Herr Gotama!  Das Mahl ist bereit!« Da nun begab sich der Erhabene, nachdem er sich frühzeitig angekleidet hatte und Gewand und Almosenschale genommen hatte, zusammen mit der Mönchsgemeinde zu den Magadha-Ministern Sunidha und Vassakara.  Dort angelangt, ließ er sich auf dem zubereiteten Sitz nieder.  Da nun bewirteten die Magadha-Minister Sunidha und Vassakara eigenhändig die Mönchsgemeinde mit dem Buddha an der Spitze, sättigten sie.  Da nun, nachdem der Erhabene gegessen und das Mahl beendet hatte, nahmen die Magadha Minister Sunidha und Vassakara einen anderen, niedrigen Sitz und ließen sich seitwärts nieder.  Die seitwärts sitzenden Magadha-Minister Sunidha und Vassakara erfreute der Erhabene mit diesen Strophen:  +++
»In welchem Lande auch sein Heim 
Ein weiser Mann sich aufgebaut, 
Die Guten unterhaltend dort, 
Die streng in Reinheit Wandelnden - 
Was es auch dort an Göttern gibt, 
Für diese suche Gaben er! 
Geehrt, ehren die wieder ihn, 
Geachtet, achten sie ihn auch. 
Und weiter sorgen sie für ihn 
Wie Mütter für das eigene Kind. 
Um wen die Götter sorgen sich, 
Der Mann schaut überall nur Glück.« 
+++ Da nun, nachdem der Erhabene die Magadha-Minister Sunidha und Vassakara mit diesen Strophen erfreut hatte, erhob er sich von seinem Sitz und ging fort.  Damals nun folgten die Magadha-Minister Sunidha und Vassakara dem Erhabenen auf dem Fuß: »Durch welches Tor heute der Büßer Gotama hinausgehen wird, das soll das sogenannte Gotama-Tor‘ werden; durch welche Furt er den Ganges-Strom überschreiten wird, die soll die Gotama-Furt werden.« Da nun erhielt das Tor, durch welches der Erhabene hinausging, tatsächlich den Namen »Gotama-Tor«.  Da nun begab sich der Erhabene zum Ganges-Strom.  Zu jener Zeit nun war der Ganges Strom voll, in gleicher Höhe mit dem Rande stehend, so daß Krähen daraus trinken konnten.  Einige aber von den Menschen, die hinüber wollten suchten ein Boot, einige suchten ein fertiges Floß, einige banden sich ein Floß zusammen.  Da nun, wie wohl ein kräftiger Mann den gebeugten Arm strecken oder den gestreckten Arm beugen könnte, ebenso ist der Erhabene vom diesseitigen Ufer des Ganges-Stromes verschwunden und auf dem jenseitigen wieder erschienen, samt der Mönchsgemeinde.  Und es ‘sah der Erhabene jene Menschen, die hinüber wollten, wie einige ein Boot suchten, einige ein fertiges Floß suchten, einige ein Floß sich zusammenbanden.  Und der Erhabene, den Sinn davon erkennend, tat bei dieser Gelegenheit den feierlichen Ausspruch:  +++
»Sie, die der Wässer weiten Fluß durchkreuzen, 
Sich eine Brücke bauend, Sümpfe meidend - 
Ein Floß zwar bindet sich das Volk; 
Dem Strom entronnen stehen Weise da.« 
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Da nun redete der Erhabene den ehrwürdigen Ananda an: »Komm, Ananda, laß uns nach Kotigama gehen!« »ja, o Herr!« antwortete der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun begab sich der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde nach Kotigama.  Und der Erhabene weilte in Kotigama.  Da nun redete der Erhabene die Mönche an: Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus  Nichtbegreifen der vier edlen Wahrheiten ist so dieser lange Weg durchlaufen worden, durchwandert worden, von mir sowohl wie von euch.  Welcher vier?  Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus Nichtbegreifen der edlen Wahrheit vom Leiden ist so dieser lange Weg durchlaufen worden, durchwandert worden Von mir sowohl wie von euch.  Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus Nichtbegreifen der edlen Wahrheit von der Entstehung des Leidens ist so dieser lange Weg durchlaufen worden, durchwandert worden, von mir sowohl wie von euch.  Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus Nichtbegreifen der edlen Wahrheit von der Vernichtung des Leidens ist so dieser lange Weg durchlaufen worden, durchwandert worden, von mir sowohl wie von euch.  Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus Nichtbegreifen der edlen Wahrheit von dem zur Vernichtung des Leidens fahrenden Weg ist so dieser lange Weg durchlaufen worden, durchwandert worden, von mir sowohl wie von euch.  Eben diese edle Wahrheit vom Leiden, ihr Mönche, ist nun verstanden, ist begriffen.  Die edle Wahrheit von der Entstehung des Leidens ist verstanden, ist begriffen.  Die edle Wahrheit von der Vernichtung des Leidens ist verstanden, ist begriffen.  Die edle Wahrheit von dem zur Vernichtung des Leidens fahrenden Weg ist verstanden, ist begriffen.  Abgeschnitten ist der Daseinsdurst zerstört des Daseins Leitbahn.  Nicht gibt es mehr ein Wiederdasein.« So sprach der Erhabene.  Und danach sprach der Willkomrnene noch weiter folgendes, er, der Lehrer: 
»Aus der vier edlen Wahrheiten Verkennen, wirklichkeitsgemäßem, Ist durchwandert worden der lange Weg in diesen, ja diesen Geburten.  Sie, diese vier sind durchschaut; vernichtet ist des Daseins Leitbahn, Abgeschnitten die Wurzel des Leidens.  Nicht gibt es je mehr Wiederdasein.« 
Und auch als der Erhabene in Kotigama weilte, gab er den Mönchen vielfach die folgende Belehrung- »So ist Selbstzucht, so ist Vertiefung, so ist  Weisheit.  In Selbstzucht wohlbereitete Vertiefung bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  In Vertiefung wohlbereitete Weisheit bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  Der in Weisheit wohlbereitete Geist wird ganz und gar von den Trieben befreit; nämlich: dem Sinnlichkeits-Trieb, dem Daseins-Trieb, dem Glaubens-Trieb, dem Nichtwissens-Trieb.« Da nun, nachdem der Erhabene in Kotigama nach seinem Belieben geweilt hatte, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Komm, Ananda, laß uns nach Nadika gehen!« »ja, o Herr«, antwortete der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun begab sich der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde nach Nadika.  Da in Nadika nahm der Erhabene im Ziegelstein-Raschaus Aufenthalt.  Da nun begab sich der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich seitwärts nieder.  Seitwärts sitzend sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen so: »Ein Mönch, 0 Herr, namens Salha ist in Nadika gestorben.  Welchen Weg hat er genommen?  Welches ist sein zukünftiger Zustand?  Eine Nonne, o Herr, namens Nanda ist in Nadika gestorben.  Welchen Weg hat sie genommen?  Welches ist ihr zukünftiger Zustand?  Ein Anhänger, o Herr, namens Sudatta ist in Nadika gestorben. Welchen Weg hat er genommen?  Welches ist sein zukünftiger Zustand?  Eine Anhängerin, o Herr, namens Sujata ist in Nadika gestorben.  Welchen Weg hat sie genommen?  Welches ist ihr zukünftiger Zustand?  Ein Anhänger, o Herr, namens Kakudha ist in Nadika gestorben.  Welchen Weg hat er genommen?  Welches ist sein zukünftiger Zustand?  Ein Anhänger, o Herr, namens Kalinga ist in Nadika gestorben.  Welchen Weg hat er genommen?  Welches ist sein zukünftiger Zustand?  Anhänger, o Herr, namens Nikata, Katissabha, Tuttha, Santuttha, Bodda, Subhadda sind in Nadika gestorben.  Welchen Weg haben sie genommen?  Welches ist ihr zukünftiger Zustand?« »Der Mönch Salha, Ananda, hatte durch Vernichtung der Triebe die triebfreie Geistesbefreiung, Wissensbefreiung schon in diesem. Daein aus sich selber begriffen Verwirklicht, sich zu eigen gemacht. Die Nonne Nanda, Ananda, ist durch völlige Vernichtung der fünf an die Welt- Kettenden Fesseln zu unvermittelter Wiedergeburt gelangt, eine, die von dort aus gänzlich verlöschen wird, nicht mehr rückwendig aus jener Welt.  Der Anhänger Sudatta, Ananda, ist durch völlige Vernichtung der drei Fesseln, durch das Hinschmelzen der Lust-Haß-Wahn-Reungen einmal Wiederkehrer geworden; einmal noch in diese Welt zurückgekehrt, wird er dem Leiden ein Ende machen.  Die Anhängerin Sujata, Ananda, ist durch völlige Vernichtung der drei Fesseln eine von der Strömung Ergriffene“‘ geworden, nicht mehr Rückfalläfähig, recht gerichtet, der Erwachung zugewandt.  Der Anhänger Kakudha, Ananda, ist durch völlige Vernichtung der fünf an die Welt Kettenden Fesseln zu unvermittelter Wiedergeburt gelangt, einer, der von dort gänzlich verlöschen wird, nicht mehr rückwendig aus jener Welt.  Die Anhänger Kalinga, Nikata, Katissabha, Tuttha, Santuttha, Bhadda, Subhadda sind durch völlige Vernichtung der fünf an die Welt Rettenden Fesseln zu unvermittelter Wiedergeburt gelangt, solche, die von dort aus gänzlich verlöschen werden, nicht mehr rückwendig aus jener Welt.  Weitere fünfzig Anhänger, Ananda, die in Nadika gestorben sind, sind nach völliger Vernichtung der fünf an die Welt Kettenden Fesseln zu unvermittelter Wiedergeburt gelangt, solche, die von dort aus gänzlich verlöschen werden, nicht mehr rückwendig aus jener Welt. überdies, Ananda, sind neunzig Anhänger, die in Nadika gestorben sind, durch völlige Vernichtung der drei Fesseln, durch das Hinschmelzen der Lust-Haß- Wahn-Regungen einmal Wiederkehrer geworden; einmal noch in diese Welt zurückgekehrt, werden sie dem Leiden ein Ende machen.  Und, Ananda, noch weitere fünfhundert Anhänger, die in Nadika gestorben sind, sind durch völlige Vernichtung der drei Fesseln von der Strömung Ergriffene geworden, nicht mehr Rückfall-fähig, rechtgerichtet, der Erwachung zugewandt.  Nun ist es durchaus nichts Absonderliches, Ananda, daß ein Menschenwesen stirbt. 
Wenn ihr nun bei jedem einzelnen Sterbefall zum Vollendeten kommt und ihn hierüber befragt, so ist das, Ananda, eine Plage für den Vollendeten.  Daher, Ananda, will ich bei dieser Gelegenheit, in einer Art Lehre, eine Beobachtungsweise der Lehre zeigen, mit der gewappnet ein Hörer des Edlen, wenn er will, aus sich selber heraus über sich selber die Auskunft geben kann: Ein Hölle-Lediger bin ich; ein Tierschoß-Lediger; ein Geisterreich-Lediger; ein des Elends, des Unglücks, des- Niedergangs Lediger.  Ein von der Strömung Ergriffener bin ich, nicht mehr Rückfallfähig, rechtgerichtet, der Erwachung zugewandt.‘ Und dieser Spiegel der Lehre, Ananda, was ist das für eine Beobachtungsweise, mit der gewappnet ein Hörer des Edlen, wenn er will, aus sich selber heraus über sich selber Auskunft geben kann: Ein Hölle-Lediger bin ich; ein Tierschoß-Lediger; ein Geisterreich-Lediger; ein des Elends, des Unglücks, des Niedergangs Lediger.  Ein von der Strömung Ergriffener bin ich, nicht mehr Rückfallfähig, rechtgerichtet, der Erwachung zugewandt‘? - Da besitzt einer, Ananda, in Bezug auf den Buddha die unbeirrbare Gewißheit: ja, wahrlich!  Er, der Erhabene ist der Verehrungswürdige, der Voll-Erwachte, der in Wissen und Wandel Vollendete, der Wegesmächtige, der Weltkenner, der unvergleichliche Lenker des Menschen-Gespanns, der Lehrer der Götter und Menschen, der Erwachte, der Erhabene.‘ Und in Bezug auf die Lehre besitzt er die unbeirrbare Gewißheit: Wohl dargelegt vom Erhabenen ist die Lehre, die schon in diesem Dasein zu verwirklichende, unverzügliche, unmittelbar ersichtliche, zum Abschluß leitende, für Denkende aus sich selber heraus verständliche.‘ Und in Bezug auf die Gemeinde besitzt er die unbeirrbare Gewißheit: Gut im Wandel ist des Erhabenen Schülergemeinde; aufrichtig im Wandel ist des Erhabenen Schülergemeinde; recht im Wandel ist des Erhabenen Schülergemeinde; genau im Wandel ist des Erhabenen Schülergemeinde, d. h. die vier verschiedenen Menschen-Gespanne die acht verschiedenen Menschenarten.  Diese Schülergemeinde des Erhabenen ist wert der Gaben, wert der Bewirtung, wert der Ehrfurcht, wert der Verehrung, für die Welt das unvergleichliche Saatfeld der Verdienste.‘ Er ist den von den Edlen geliebten sittlichen Übungen ergeben, den unverbrüchlichen, unverletzlichen, unveränderlichen wechsellosen, entfreienden, von Denkenden gepriesenen, nicht auf Mehrung ausgehenden, zur Vertiefung führenden.  Somit, Ananda, dieser Spiegel der Lehre, das ist diese Betrachtungsweise, mit der gewappnet ein Hörer des Edlen, wenn er will, aus sich selber heraus über sich selber Auskunft geben kann: Ein Hölle-Lediger bin ich; ein Tierschoß-Lediger; ein Geisterreich-Lediger, ein des Elends, des Unglücks, des Niedergangs Lediger.  Ein von der Strömung Ergriffener bin ich, nicht mehr Rückfall-fähig, rechtgerichtet, der Erwachung zugewandt.‘« Und auch als der Erhabene in Nadika weilte, im Ziegelstein-Rasthaus, gab er den Mönchen vielfach die folgende Belehrung: »So ist Selbstzucht, so ist Vertiefung, so ist Weisheit.  In Selbst-Zucht wohlbereitete Vertiefung bringt große Frucht, bringt großen Lohn. in Vertiefung wohlbereitete Weisheit bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  Der in Weisheit wohlbereitete Geist wird ganz und gar von den Trieben befreit; nämlich: dem Sinnlichkeits-Trieb, dem Daseins-Trieb, dem Glaubens-Trieb, dem Nichtwissens-Trieb.« Da nun, nachdem der Erhabene in Nadika nach seinem Belieben geweilt hatte, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Komm, Ananda, laß uns nach Vesali gehen!« »ja, 0 Herr!« antwortete da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun begab sich der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde nach Vesali.  Da in Vesali nahm der Erhabene im Ambapali-Park Aufenthalt. Dort nun redete der Erhabene die Mönche an: »  Nachdenklich  ihr Mönche, soll ein Mönch leben, Das ist unsere Mahnung an euch.  Und wie, ihr Mönche, ist ein Mönch nachdenklich?  Da weilt, ihr Mönche, ein Mönch beim Körper in genauer Betrachtung des Körpers, eifrig, besonnen, einsichtig, nachdem er das Elend weltlicher Gier überwunden hat.  Er weilt bei den Empfindungen in genauer Betrachtung der Empfindungen, eifrig, besonnen, einsichtig, nachdem er das Elend weltlicher Gier überwunden hat.  Er weilt beim Denken in genauer Betrachtung des Denkens, eifrig, besonnen, einsichtig, nachdem er das Elend weltlicher Gier überwunden hat.  Er weilt bei den Zuständen in genauer Betrachtung der Zustände, eifrig, besonnen, einsichtig, nachdem er das Elend weltlicher er überwunden hat.  So, ihr Mönche, ist ein Mönch nachdenkliche.  Und wie, ihr Mönche, ist ein Mönch besonnen?  Da ist, ihr Mönche, ein Mönch beim Vorgehen, beim Zurückgehen, in seinem Tun besonnen.  Beim Hinsehen, beim Wegsehen ist er in seinem Tun besonnen.  Beim Beugen und Strecken ist er in seinem Tun besonnen.  Beim Tragen des Unter- und Obergewandes, der Almosenschale ist er in seinem Tun besonnen.  Beim Essen und Trinken, beim Kauen und Schlucken ist er in seinem Tun besonnen.  Beim Essen und Trinken, beim Kauen und Schlucken ist er in seinem Tun besonnen. Beim Entleeren von Kot und Urin ist er in seinem Tun besonnen.  Beim Gehen, Stehen und Sitzen, beim Schlafen und Wachen, beim Sprechen und Schweigen ist er in seinem Tun besonnen.  So ihr Mönche, ist ein Mönch besonnen.  Nachdenklich, ihr Mönche, soll ein Mönch leben, besonnen.  Das ist unsere Mahnung an euch.« Und es hörte die Buhlerin Ambapali: »Der Erhabene, sagt man, ist in Vesali angekommen und weilt in Vesali, in meinem Mango-Hain.« Da nun ließ die Buhlerin Ambapali viele schöne Wagen herrichten, bestieg selber einen davon, verließ mit dem ganzen Troß Vesali und fuhr nach ihrem Garten hinaus.  Nachdem sie nun, soweit der Weg fahrbar war, den Wagen benutzt hatte, stieg sie ab vom Wagen und nahte sich zu Fuß dem Erhabenen.  Angelangt, begrüßte sie den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich zur Seite nieder.  Die seitwärts sitzende Ambapali, die Buhierin, unterrichtete der Erhabene in einem auf die Lehre bezüglichen Gespräch, er regte sie an, bestärkte sie, erheiterte sie.  Da nun, nachdem die Buhlerin Ambapali vom Erhabenen in einem auf die Lehre bezüglichen Gespräch unterrichtet, angeregt, bestärkt, erheitert war, sprach sie zum Erhabenen so- »Möge doch, o Herr, der Erhabene einwilligen, morgen von mir das Mahl anzunehmen, zusammen mit der Mönchgemeinde. Der Erhabene willigte ein durch Schweigen.  Da nun, nachdem die Buhlerin Ambapali die Einwilligung des Erhabenen erkannt hatte, erhob sie sich von ihrem Sitz, verneigte sich ehrfurchtsvoll vor dem Erhabenen, machte die Rechtsumwandlung und ging fort.  Und es hörten die Licchavi von Vesaii: »Der Erhabene, sagt man, ist in Vesali angekommen und weilt in Ambapalis Hain.« Da nun ließen die Licdiavi viele schöne Wagen herrichten, bestiegen selber einen davon und verließen mit dem ganzen Troß Vesali.  Da nun waren einige Licchavi blau, blau in der Erscheinung, blau in der Gewandung, blau im Schmuck.  Einige Licchavi waren gelb, gelb in der Erscheinung, gelb in der Gewandung, gelb im Schmuck.  Einige Licchavi waren rot, rot in der Erscheinung, rot in der Gewandung, rot im Schmuck.  Einige Licchavi waren weiß, weiß in der Erscheinung, weiß in der Gewandung, weiß im Schmuck, Da nun fuhr die Buhlerin Ambapali mit ihren Wagen gegen die Wagen all der jungen Licchavi, Achse gegen Achse, Rad gegen Rad, Joch gegen Joch.  Da nun sprachen die Licchavi zur Buhlerin Ambapali so: »Bitte, Ambapalil Was fährst du denn gegen die Wagen all der jungen Licchavi, Achse gegen Achse, Rad gegen Rad, Joch gegen Joch?« »Deswegen, ihr Junker, weil der Erhabene von mir für morgen zum Mahl eingeladen ist, samt der Mönchsgemeinde.« »Bitte, Ambapali, gib dieses Mahl ab für hunderttausend!« »Und wenn ihr mir, ihr Junker, Vesali samt seinen Einkünften gebt, dieses hochwichtige Mahl werde ich nicht abgeben!« Da schlugen die Licchavi mit den Fingern: »Ausgestochen‘, wahrlich, hat uns Die von den Mangge‘!  Angeführt, wahrlich, hat uns Die von den Mangos‘!« Da nun fuhren die Licdiavi zu Ambapalis Mango-Hain weiter.  Und es sah der Erhabene die Licchavi von weitem herankommen, und als er sie gesehen hatte, sprach er zu den Mönchen: »Wem von den Mönchen, ihr Mönche, die dreiunddreißig Götter unbekannt sind, der möge, ihr Mönche, sich die Licchavi-Gesellschaft ansehen, er möge die Licchavi-Gesellschaft genau ansehen.  Schließt, ihr Mönche, aus der Licchavi-Gesellschaft auf die Gesellschaft der dreiunddreißig.« Da nun stiegen die Licchavi, nachdem sie, soweit der Weg fahrbar war, den Wagen benutzt hatten, vom Wagen ab und nahten sich zu Fuß dem Erhabenen.  Angelangt, begrüßten sie den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließen sich seitwärts nieder.  Die seitwärts sitzenden Licchavi unterrichtete der Erhabene in einem auf die Lehre bezüglichen Gespräch, regte sie an, bestärkte sie, erheiterte sie.  Nachdem nun die Licchavi vom Erhabenen in einem auf die Lehre bezüglichen Gespräch unterrichtet, angeregt, bestärkt, erheitert waren, sprachen sie zum Erhabenen so: »Möge doch, o Herr, der Erhabene einwilligen, morgen von uns das Mahl anzunehmen, zusammen mit der Mönchsgemeinde.« »Angenommen habe ich, ihr Licchavi, für morgen das Mahl bei der Buhlerin Ambapali.« Da schlugen die Licchavi mit den Fingern: »Ausgestochen, wahrlich, hat uns Die von den Mangos‘!  Angeführt, wahrlich, hat uns, Die von den Mangos‘!«Da nun erhoben sich die licchavi, erfreut und befriedigt über die Rede des Erhabenen, von ihrem Sitz, verneigten sich ehrfurchtsvoll vor dem Erhabenen, machten die Rechtsumwandlung und gingen fort.  Da nun ließ die Buhlerin Ambapali, nach Ablauf der Nacht, in ihrem Garten ausgesuchte feste und flüssige Speise zubereiten und dann dem Erhabenen die Zeit anzeigen: »Es ist Zeit, o Herr!  Das Mahl ist bereitet!- Da nun, nachdem der Erhabene am Morgen sich angekleidet und Schale und Obergewand genommen hatte, begab er sich zusammen mit der Mönchsgemeinde zum Anwesen der Buhlerin Ambapali.  Dort angelangt, ließ er sich auf dem zubereiteten Sitz nieder.  Da nun bewirtete die Buhlerin Ambapali eigenhändig die Mönchsgemeinde mit dem Buddha an der Spitze, sättigte sie.  Da nun, nachdem der Erhabene sein Mahl beendet und die Schale aus der Hand gelegt hatte, nahm die Buhlerin Ambapali einen anderen niedrigen Sitz und ließ sich seitwärts nieder.  Seitwärts sitzend sprach die Buhlerin Ambapali zum Erhabenen so: Diesen Garten, o Herr, gebe ich für die Mönchsgemeinde mit dem Buddha an der Spitze.« Und es nahm der Erhabene den Garten an.  Da nun, nachdem der Erhabene die Buhlerin Ambapali in einem auf die Lehre bezüglichen Gespräch unterrichtet, angeregt, bestärkt, erheitert hatte, erhob er sich von seinem Sitz und ging fort.  Und auch damals, als der Erhabene in Vesali weilte, im Ambapali-Garten, gab er den Mönchen vielfach die folgende Belehrung: »So ist Selbstzucht, so ist Vertiefung, so ist Weisheit.  In Selbstzucht wohlbereitete Vertiefung bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  In Vertiefung wohlbereitete Weisheit bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  Der in Weisheit wohlbereitete Geist wird ganz und gar von den Trieben befreit; nämlich- dem Sinnlichkeits-Trieb, dem Daseins-Trieb, dem Glaubens-Trieb, dem Nichtwissens-Trieb.« Da nun, nachdem der Erhabene im Ambapali-Garten nach Belieben geweilt hatte, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Komm, Ananda, laß uns nach dem Ort Beluva gehen!« »ja, o Herr«, antwortete der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun begab sich der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde nach dem Ort Beluva.  Und es nahm der Erhabene Aufenthalt in Beluva.  Dort nun redete der Erhabene die Mönche an: »Geht, ihr Mönche, und haltet die Regenzeit in der Umgegend von Vesali ab, je nach Freundschaft, je nach Bekanntschaft, je nach Ernährung.  Ich aber werde eben hier, im Ort Beluva, die Regenzeit abhalten.« »ja, o Herr«, stimmten die Mönche dem Erhabenen bei und hielten ihre Regenzeit in der Umgegend von Vesali, je nach Freundschaft, je nach Bekanntschaft, je nach Ernährung ab.  Der Erhabene aber hielt die Regenzeit eben dort, im Ort Beluva, ab.  Da nun, nachdem der Erhabene in die Regenzeit eingetreten war, überfiel ihn eine schwere Krankheit; heftige Schmerzen setzten ein, lebenbedrohende.  Die ertrug der Erhabene vollbewußt, besonnen, unverstörten Denkens.  Da nun kam dem Erhabenen der Gedanke: »Nicht wohl würde es geziemend für mich sein, wenn ich voll-erlöschen würde, ohne zu denen gesprochen zu haben, die sich meinem Dienst gewidmet hatten; ohne die Mönchsgemeinde in Kenntnis gesetzt zu haben.  Sollte ich nicht diese Krankheit durch Willensanstrengung  wieder bezwingen, und unter Anspannung der Lebenskraft noch länger leben?« Da nun bezwang der Erhabene diese Krankheit durch Willensanstrengung und lebte unter Anspannung der Lebenskraft weiter.  Da nun beruhigte sich diese Krankheit wieder beim Erhabenen.  Da nun, nachdem der Erhabene von seiner Krankheit genesen war, gar nicht lange, nachdem er von seinem Kranksein genesen war, ging er aus der Behausung hinaus und setzte sich auf einen zubereiteten Sitz in dem Schatten hinter dem Hause.  Da nun begab sich der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich seitwärts nieder.  Seitwärts sitzend, sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen so: »Ich habe, o Herr, den Erhabenen im Wohlbefinden gesehen; ich habe den Erhabenen im Leiden gesehen.  Zwar, Herr, mein Körper war wie verzaubert; ich hatte die Kontrolle über mich verloren und konnte nichts klar erkennen infolge der Krankheit des Erhabenen.  Indessen atmete ich ein wenig auf bei dem Gedanken: Nicht eher wird der Erhabene voll-erlöschen, als bis der Erhabene mit Rücksicht auf die Mönchsgemeinde irgendwelche Anordnung getroffen hat.« »Was denn, Ananda, erwartet die Mönchsgemeinde von mir?  Gezeigt, Ananda, habe ich die Lehre als eine, die frei ist von dem Unterschied einer inneren und einer äußeren-Auffassung. Nicht gibt es da, Ananda, unter den Eigenschaften de Vollendeten  die geschlossene Lehrerfaust.  Wer da, Ananda, so dächte.- Ich werde die Mönchsgemeinde leiten‘, oder Auf mich stützen soll sich die Mönchsgemeinde‘, der, Ananda, wurde wohl mit Rücksicht auf die Mönchsgemeinde irgendwelche Anordnung treffen.  Der Vollendete, Ananda, denkt nicht: Ich werde die Mönchsgemeinde leiten‘, oder: Auf mich stützen soll sich die Mönchsgemeinde‘.  Warum, Ananda, soll der Vollendete mit Rücksicht auf die Mönchsgemeinde irgendwelche Anordnungen treffen?  Ich in jetzt, Ananda, zermürbt, alt, betagt, zum Lebensziel gelangt, Greis geworden, achtzig Jahre habe ich vollendet.  Gleichwie, Ananda, ein abgenutzter Karren nur durch künstliche Mittel sich instandhalten läßt, ebenso auch, Ananda, läßt der Leib des Vollendeten sozusagen nur durch künstliche Mittel sich imstande halten.  Zu einer Zeit, Ananda, wo der Vollendete durch Nicht-eingehen auf alle Unterschiede, durch Aufhören der einzelnen Empfindungen im Besitz der unterschiedfreien Geistesvertiefung weilt, nur zu solchen Zeiten, Ananda, kommt der Leib des Vollendeten zum Wohlbefinden.  Daher, Ananda, selber seid euch Schutz, selber Zuflucht, nicht seien andere eure Zuflucht; die Lehre sei euch Schutz, die Lehre Zuflucht, nicht seien andere eure Zuflucht.  Und wie, Ananda, ist ein Mönch sich selber Schutz, sich selber Zuflucht, nicht ein anderer seine Zuflucht, wie ist die Lehre ihm Schutz, die Lehre ihm Zuflucht, nicht ein anderer seine Zuflucht?  Da weilt, Ananda, ein Mönch beim Körper in genauer Betrachtung des Körpers eifrig, besonnen, einsichtig, nachdem er das Elend weltlicher Gier überwunden hat.  Er weilt bei den Empfindungen in genauer Betrachtung der Empfindungen, eifrig, besonnen, einsichtig, nachdem er das Elend weltlicher Gier überwunden hat.  Er weilt beim Denken in genauer Betrachtung des Denkens, eifrig, besonnen, einsichtig, nachdem er das Elend weltlicher Gier überwunden- hat.  Er weilt bei den Zuständen in genauer Betrachtung der Zustände, eifrig, besonnen, einsichtig, nachdem er das Elend weltlicher Gier überwunden hat.  Und so, Ananda, sucht ein Mönch stets in sich selber Stütze, in sich selber Zuflucht nicht in anderen Zuflucht; in der Lehre Stütze, in der Lehre Zuflucht, nicht in anderen Zuflucht.  Und alle diejenigen, Ananda, welche jetzt oder nach meinem Dahinscheiden in sich selber Stütze, in sich selber Zuflucht, nicht in anderen Zuflucht suchen werden; in der Lehre Stütze, in der Lehre Zuflucht, nicht in anderen Zuflucht suchen werden, diese Mönche, Ananda, werden mir am höchsten stehen von allen, die da willig sind zum Streben.«  +++  Da nun ging der Erhabene zur Morgenzeit, nachdem er sich angekleidet und Mantel und Almosenschale genommen hatte, nach Vesali um Almosen.  Nachdem er in Vesali um Almosen gegangen war, nach dem Mahle, vom Almosenempfang zurückgekehrt, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Nimm, Ananda, die Sitzmatte.  Zum Capala-Gedenkmal will ich mich begeben, um dort den Tag zu verweilen.« »ja, o Herr!« stimmte da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen bei, nahm die Sitzmatte und folgte dem Erhabenen Schritt für Schritt.  Da nun begab sich der Erhabene zum Capala-Gedenkmal.  Dort angelangt, ließ er sich auf dem hergerichteten Sitz nieder.  Und auch der ehrwürdige Ananda, nachdem er sich vor dem Erhabenen ehrfurchtsvoll verneigt hatte, ließ sich seitwärts nieder.  Zu dem seitwärts sitzenden ehrwürdigen Ananda sprach der Erhabene so: »Entzückend, Ananda, ist Vesali; entzückend ist das Udena-Gedenkmal; entzückend ist das Gotamaka-Gedenkmal; entzückend ist das Sattambaka- Gedenkmal; entzückend ist das Bahuputta-Gedenkmal; entzückend ist das Sarandada-Gedenkmal; entzückend ist das Capala-Gedenkmal.  Wer da, Ananda, die vier Wege zu den höheren Fähigkeiten geübt, gemehrt, begangen, sich vergegenstandlicht hat, wer auf ihnen fußt, sie pflegt und sie wohl beherrscht, der könnte, wenn er es wünschte, das Weltalter hindurch bestehen bleiben oder den Rest des Weltalters.  Der Vollendete, Ananda, hat nun die vier Wege zu den höheren Fähigkeiten geübt, gemehrt, begangen, sich vergegenständlicht, fußt auf ihnen, pflegt sie, beherrscht sie.  Der Vollendete, Ananda, wenn er wünschte, könnte das Weltalter hindurch bestehen bleiben oder den Rest des Weltalters.« Selbst da konnte der ehrwürdige Ananda, obwohl der Erhabene ihm einen so groben Wink gab, ihm einen so groben Hinweis gab, nichts merken.  Er bat den Erhabenen nicht: »Möge, o Herr, der Erhabene die Weltperiode hindurch bestehen bleiben; möge der Wegesmächtigedie Weltperiode hindurch bestehen bleiben, vielen zum Heil, vielen zum Segen, aus Mitleid mit der Welt, zum Wohl, zum Heil, zum Segen für Götter und Menschen«, weil sein Sinn von Mara besessen war.  Und zum zweiten und drittenmal redete der Erhabene den ehrwürdigen Ananda an: »Entzückend, Ananda, ist Vesali; entzückend ist das Udena-Gedenkmal; entzückend ist das Gotamaka-Gedenkmal; entzückend ist das Sattambaka-Gedenkmal; entzückend ist das Bahnputta-Gedenkmal; entzückend ist das Sarandada-Gedenkmal; entzückend ist das Capala-Gedenkmal.  Wer da, Ananda, die vier Wege zu den höheren Fähigkeiten geübt, gemehrt, begangen, sich vergegenständlicht hat, wer auf ihnen fußt, sie pflegt und sie wohl beherrscht, der könnte, wenn er es wünschte, das Weltalter hindurch bestehen bleiben oder den Rest des Weltalters.  Der Vollendete, Ananda, hat nun die vier Wege zu den höheren Fähigkeiten geübt, gemehrt, begangen, sich vergegenständlicht, fußt auf ihnen, pflegt sie, beherrscht sie.  Der Vollendete, Ananda, wenn er wünschte, könnte das Weltalter hindurch bestehen bleiben oder den Rest des Weltalters.« Selbst da konnte der ehrwürdige Ananda, obwohl der Erhabene ihm einen so groben Wink gab, ihm einen so groben Hinweis gab, nichts merken.  Er bat den Erhabenen nicht: »Möge, o Herr, der Erhabene das Weltalter hindurch bestehen bleiben; möge der Wegesmächtige das Weltalter hindurch bestehen bleiben, vielen zum Heil, vielen zum Segen, aus Mitleid mit der Welt, zum Wohl, zum Heil, zum Wohl für Götter und Menschen«, weil sein Sinn von Mara besessen war.  Da redete der Erhabene den ehrwürdigen Ananda an: »Gehe du nun, Ananda, wie du es für an der Zeit hältst.« »ja, o Herr!« stimmte da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen bei, erhob sich von seinem Sitz, begrüßte den Erhabenen ehrfurchtsvoll, machte die Rechtsumwandlung“ und ließ sich nicht weit ab am Fuße eines Baumes nieder.  Da nun, kurz nachdem der ehrwürdige Ananda fortgegangen war, begab sich Mara, der Böse, zum Erhabenen.  Dort angelangt, stellte er sich seitwärts.  Seitwärts stehend, sprach Mara, der Böse, zum Erhabenen so: »Möge jetzt, o Herr, der Erhabene endgültig verlöschen; möge, o Herr, der Wegesmächtige endgültig verlöschen.  Zeit zum endgültigen Verlöschen ist es jetzt für den Erhabenen.  Hat doch, o Herr, der Erhabene diese Worte gesprochen: Nicht werde ich, du Böser, endgültig verlöschen, solange nicht meine Mönche und Nonnen, meine Anhänger und Anhängerinnen Hörer sein werden, die erfahren sind, wohl erzogen, zuversichtlich, wohl bewandert, Träger der Lehre, ganz der Lehre entsprechend lebend, in der richtigen Weise lebend, der Lehre gemäß wandelnd; die, nachdem sie das zur eigenen Lehrerschaft Gehörige gelernt haben, es mitteilen werden, zeigen werden, verkünden, werden, festigen werden, eröffnen werden, auseinandersetzten werden, klar machen werden; die, nachdem sie einen entstandenen Disput mit der Waffe der Lehre gründlich erledigt haben, die in sich selber Wunder wirkende Lehre zeigen werden.‘ jetzt aber, o Herr, sind die Mönche und Nonnen, Anhänger und Anhängerinnen des Erhabenen Hörer geworden, die erfahren sind, wohl erzogen, zuversichtlich, wohl bewandert, Träger der Lehre, ganz der Lehre entsprechend lebend, in der richtigen Weise lebend, der Lehre gemäß wandelnd; die, nachdem sie das zur eigenen Lehrerschaft Gehörige gelernt haben, es mitteilen, zeigen, verkünden, es festigen, eröffnen, auseinandersetzten, klar machen; die, nachdem sie einen Disput mit der Waffe gründlich erledigt haben, die in sich selbst Wunder wirkende Lehre zeigen.  Möge jetzt, o Herr, der Erhabene endgültig verlöschen; möge der Wegesmächtige endgültig verlöschen.  Es ist jetzt, o Herr, Zeit für das endgültig Verlöschen des Erhabenen.  Es hat aber auch, o Herr, der Erhabene diese Worte gesprochen: Nicht werde ich, du Böser, endgültig verlöschen, solange nicht dieses Reinheitsleben“ mächtig und blühend sein wird, weit verbreitet, mit zahlreicher und ausgedehnter Anhängerschaft; bis es eben unter allen Menschen wohlbekannt ist.‘ jetzt aber, o Herr, ist dieses Reinheitsleben des Erhabenen mächtig und blühend, weit verbreitet‘. mit zahlreicher und ausgedehnter Anhängerschaft, ist unter allen Menschen wohlbekannt geworden.  Möge jetzt, o Herr, der Erhabene endgültig verlöschen.  Es ist jetzt, o Herr, Zeit für das endgültige Verlöschen des Erhabenen.« Auf diese Weise hin sprach der Erhabene zu Mara, dem Bösen, so: »Freue dich, du Böser!  In nicht langer Zeit wird das endgültige Verlöschen des Erhabenen stattfinden.  Von jetzt ab nach drei Monaten wird der Vollendete endgültig verlöschen.« Da nun beim Capala-Gedenkmal verzichtete der Erhabene vollbewußt und besonnen auf die Weiterbildung des Lebens““.  Und als der Erhabene auf die Weiterbildung des Lebens verzichtet hatte, da erhob sich ein großes Erdbeben. ein furchtbares, haarsträubendes, und die Donner krachten.  Da nun brach der Erhabene, den Sinn hiervon erkennen bei der Gelegenheit in die feierlichen Worte aus:  +++
»Dasein, sei‘s niedrig, sei‘s erhaben - 
Des Werdens Weiterbildung ließ der Weise 
Verinnerungsfroh, im Geist gesammelt 
Zerbrach, gleich Panzerring, des Selbstes Werden er.« 
+++ Da nun kam dem ehrwürdigen Ananda der Gedanke: »Erstaunlich, wahrlich Wunderbar, wahrlich!  Dieses große Erdbeben, das furchtbare, haarsträubende, und dazu krachten die Donner.  Was mag wohl der Grund, was die Ursache sein für das Eintreten dieses großen Erdbebens?- Da nun begab sich der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich seitwärts nieder.  Seitwärts sitzend, sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen so: »Erstaunlich, o Herr!  Wunderbar, o Herr!  Dieses große Erdbeben, dieses ungeheuer große Erdbeben, das furchtbare, haarsträubende, und dazu krachten die Donner.  Was, o Herr, ist nun wohl der Grund, was die Ursache für das Eintreten dieses großen Erdbebens?« »Diese acht Gründe, Ananda, diese acht Ursachen gibt es für das Eintreten eines großen Erdbebens.  Welche acht?  Diese große Erde, Ananda, lagert auf dem Wasser; das Wasser lagert auf der Luft, die Luft lagert auf dem Weltraum.  Zu der Zeit nun, Ananda, in welcher die großen Winde wehen, da erschüttern diese wehenden großen Winde das Wasser; das erschütterte Wasser erschüttert die Erde.  Das ist der erste Grund, die erste Ursache für das Eintreten eines großen Erdbebens. Und weiter noch, Ananda- Es ist da ein Büßer oder Brahmane, mit höheren Kräften, mit geistiger Gewalt begabt, oder eine Gottheit, eine mächtige, eine gewaltige; bei einem solchen hat sich eine begrenzte Erdvorstellung entwickelt und eine unbegrenzte Wasservorstellung; der schüttelt dann diese Erde, erschüttert sie, durchschüttert sie, schüttelt sie hin und her.  Das ist der zweite Grund, die zweite Ursache für das Eintreten eines großen Erdbebens.  Und weiter noch, Ananda: Wenn der zukünftige Buddha aus der Gemeinschaft der Tusita-Götter entschwindet und vollbewußt, besonnen in den Mutterleib hinabsteigt, dann zittert diese Erde, erzittert, erbebt, zittert hin und her.  Das ist der dritte Grund, die dritte Ursache für das Eintreten eines großen Erdbebens.  Und weiter noch, Anarida: Wenn der zukünftige Buddha vollbewußt, besonnen den Mutterleib verläßt, dann zittert diese Erde, erzittert, erbebt, zittert hin und her.  Das ist der vierte Grund, die vierte Ursache für das Eintreten eines großen Erdbebens.  Und weiter noch, Ananda: Wenn der Vollendete in unvergleichlicher höchster Erwachung voll erwacht, dann zittert diese Erde, erzittert, erbebt, zittert hin und her.  Das ist der fünfte Grund, die fünfte Ursache für das Eintreten eines großen Erdbebens.  Und weiter noch, Ananda: Wenn der Vollendete das unvergleichliche Rad der Lehre in Bewegung setzt, dann zittert diese Erde, erzittert, erbebt, zittert hin und her.  Das ist der sechste Grund, die sechste Ursache für das Eintreten eines großen Erdbebens.  Und weiter noch, Ananda: Wenn der Vollendete vollbewußt, besonnen auf die Weiterbildung des Lebens verzichtet, dann zittert diese Erde, erzittert, erbebt, zittert hin und her.  Das ist der siebente Grund, die siebente Ursache für das Eintreten eines großen Erdbebens.  Und weiter noch, Ananda: Wenn der Vollendete endgültig verlischt in jener rastlosen Art des Verlöschens, dann zittert diese Erde, erzittert, erbebt, zittert hin und her.  Das ist der achte Grund, die achte Ursache für das Eintreten eines großen Erdbebens.  Diese acht Gründe, Ananda. diese acht Ursachen gibt es für das Eintreten eines großen Erdbebens.  Einstmals, Ananda, weilte ich in Uruvela, am Ufer des Neranjaraflusses, beim Ziegenhirten-Feigenbaume, gerade als ich zur vollen Erwachung gelangt war.  Da nun, Ananda, begab sich Mara, der Böse, zu mir.  Dort angelangt, stellte er sich seitwärts hin.  Seitwärts stehend, Ananda, sprach nun Mara, der Böse, zu mir so: Möge jetzt, 0 Herr, der Erhabene endgültig verlöschen!  Möge der Wegesmächtige endgültig verlöschen!  Zeit zum endgültigen Verlöschen, 0 Herr, ist es jetzt für den Erhabenen.‘ Auf diese Worte, Ananda, sprach ich zu Mara, dem Bösen, so- Nicht werde ich, du Böser, endgültig verlöschen, solange nicht meine Mönche und Nonnen, meine Anhänger und‘ Anhängerinnen Hörer sein werden, die erfahren sind, wohl erzogen, zuversichtlich, wohl bewandert, Träger der Lehre, ganz der Lehre entsprechend lebend, in der richtigen Weise lebend, der Lehre gemäß wandelnd; die, nachdem sie das zur eigenen Lehrer@aft Gehörige gelernt haben, es mitteilen werden, festigen werden, eröffnen werden, auseinandersetzen werden, klar machen werden; die, nachdem sie einen entstandenen Disput mit der Waffe der Lehre gründlich erledigt haben, die in sich selber Wunder wirkende Lehre zeigen werden.  Nicht werde ich, du Böser, endgültig verlöschen, solange nicht dieses Reinheitsleben mächtig und blühend sein wird, weit verbreitet, mit zahlreicher und ausgedehnter Anhängerschaft; bis es eben unter allen Menschen wohlbekannt geworden ist.‘ Und jetzt eben nun, Ananda, am Capala-Gedenkmal begab sich Mara, der Böse, zu mir.  Dort angelangt, stellte er sich seitwärts hin.  Seitwärts stehend, Ananda, sprach Mara, der Böse, zu mir so: Möge jetzt, o Herr, der Erhabene endgültig verlöschen; möge der Wegesmächtige endgültig verlöschen.  Zeit zum endgültigen Verlöschen ist es jetzt für den Erhabenen.  Hat doch, 0 Herr, der Erhabene diese Worte gesprochen: >Nicht werde ich, du Böser, endgültig verlöschen, solange nicht meine Mönche und Nonnen, meine Anhänger und Anhängerinnen Hörer sein werden, die erfahren sind, wohl erzogen, zuversichtlich, wohl bewandert, Träger der Lehre, ganz der Lehre entsprechend lebend, in der richtigen Weise lebend, der Lehre gemäß wandelnd; die, nachdem sie das zur eigenen Lehrerschaft Gehörige gelernt haben, es mitteilen werden, zeigen werden, verkünden werden, festigen werden, eröffnen werden, auseinandersetzen werden, klar machen werden; die, nachdem sie einen entstandenen Disput mit der Waffe der Lehre gründlich erledigt haben, die in sich selber Wunder wirkende Lehre zeigen werden.< Jetzt aber, o Herr, sind die Mönche und Nonnen, Anhänger und Anhängerinnen des Erhabenen Hörer geworden, die erfahren sind, wohl erzogen, zuversichtlich, wohl bewandert, Träger der Lehre, ganz der Lehre entsprechend lebend, in der richtigen Weise lebend, der Lehre gemäß wandelnd; die, nachdem sie das zur eigenen Lehrerschaft Gehörige gelernt haben, es mitteilen, zeigen, verkünden, festigen, eröffnen, auseinandersetzen, klar machen; die, nachdem sie einen entstandenen Disput mit der Waffe der Lehre gründlich erledigt; haben, die in sich selber Wunder wirkende Lehre zeigen.  Möge jetzt, o Herr, der Erhabene endgültig verlöschen; möge der Wegesmächtige endgültig verlöschen.  Es ist jetzt, o Herr, Zeit für das endgültige Verlöschen des Erhabenen.  Es hat aber auch, o Herr, der Erhabene diese Worte gesprochen: >Nicht werde ich, du Böser, endgültig verlöschen, solange nicht dieses Reinheitsleben mächtig und blühend sein wird, weit verbreitet, mit zahlreicher und ausgedehnter Anhängerschaft; bis es eben unter allen Menschen wohlbekannt ist.< jetzt aber, o Herr, ist dieses Reinheitsleben des Erhabenen mächtig und blühend, weit verbreitet, mit zahlreicher und ausgedehnter Anhängerschaft, ist es unter allen Menschen wohlbekannt geworden.  Möge jetzt, o Herr, der Erhabene endgültig verlöschen, möge der Wegesmächtige endgültig verlöschen.  Es ist jetzt, o Herr, Zeit für das endgültige Verlöschen des Erhabenen.‘ Auf diese Worte hin, Ananda, sprach ich zu Mara, dem Bösen, so: Freue dich, du Böser!  In nicht langer Zeit wird das endgültige Verlöschen des Erhabenen stattfinden.  Von jetzt ab nach drei Monaten wird der Vollendete endgültig verlöschen!  So hat da, Ananda, eben jetzt am Capala-Gedenkmal der; Vollendete voll bewußt, besonnen auf die Weiterbildung des Lebens verzichtet.« Auf diese Worte hin sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen so: *Möge, o Herr, der Erhabene das Weltalter hindurch bestehen bleiben; möge der Wegesmäditige das Weltalter hindurch bestehen bleiben, vielen zum Heil, vielen zum Segen, aus Mitleid mit der Welt, zum Wohl, zum Heil, zum Segen für Götter und Menschen.« »Genug jetzt, Ananda!  Bitte nicht den Vollendeten!  Unzeitig, Ananda, ist es, jetzt den Vollendeten zu bitten.« Und zum zweiten- und drittenmal sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen so: »Möge, o Herr, der Erhabene das Weltalter hindurch bestehen bleiben; möge der Wegesmächtige das Weltalter hindurch bestehen bleiben, vielen zum Heil, vielen zum Segen, aus Mitleid mit der Welt, zum Wohl, zum Heil, zum Segen für Götter und Menschen « »Hast du, Ananda, Vertrauen zur Einsicht des Vollendeten?« »ja, o Herr!« »Dann, Ananda, was drängst du jetzt den Erhabenen bis zum Überdruß?!« »Vom Erhabenen selber, o Herr, habe ich es gehört, habe ich es aufgenommen.- Wer da, Ananda, die vier Wege zu den höheren Fähigkeiten geübt, gemehrt, begangen, sich vergegenständlicht hat, wer auf ihnen fußt, sie pflegt und sie wohl beherrscht der könnte, wenn er es wünschte, das Weltalter hindurch bestehen bleiben oder den Rest des Weltalters.  Der Vollendete, Ananda, hat nun die vier Wege zu den höheren Fähigkeiten geübt, gemehrt, begangen, sich vergegenständlicht, fußt auf ihnen, pflegt sie, beherrscht sie.  Der Vollendete, Ananda, wenn er wünschte, könnte das Weltalter hindurch bestehen bleiben oder den Rest des Weltalters.‘« »Glaubst du das, Ananda?« »ja, o Herr!« »So ist es, Ananda, dein eigenes Versehen, deine eigene Schuld, daß du, obwohl der Vollendete dir einen so groben Wink gab, einen so groben Hinweis gab, nichts merken konntest und den Vollendeten nicht gebeten hast: Möge der Erhabene das Weltalter hindurch bestehen bleiben, möge der Wegesmächtige das Weltalter hindurch bestehen bleiben vielen zum Heil, vielen zum Segen, aus Mitleid mit der Welt, zum Wohl, zum Heil, zum Segen für Götter und Menschen.‘ Wenn du, Ananda den Vollendeten gebeten hättest, so hätte der Vollendete zwar zweimal diese Worte abgewiesen, zum drittenmal aber hätte er sie angenommen.  So ist es, Ananda, dein eigenes Versehen, deine eigene Schuld.  Habe ich nicht, Ananda, dieses vorher verkündet, eben bei allem Lieben und Teuren das Verwerden, das Entwerden, das Anderswerden?  Woher, Ananda, sollte das anders möglich sein?  Was da entstanden, geworden, zusammengesetzt, der Auflösung unterworfen ist, daß das der Auflösung nicht verfiele eine derartige Möglichkeit gibt es nicht.  Da nun, Ananda, der Vollendete dieses aufgegeben, abgewiesen, abgeworfen, gelassen hat, ihm entsagt hat, so hat der Vollendete auf die Weiterbildung des Lebens verzichtet.  Bedingungslos hat der Vollendete das Wort gesprochen- In nicht langer Zeit wird das endgültige Verlöschen des Erhabenen stattfinden.  Von jetzt ab nach drei Monaten wird der Erhabene endgültig verlöschen.‘ Daß der Vollendete dieses Wort dem Leben zuliebe wieder zurücknehmen wird eine derartige Möglichkeit gibt es nicht.  Komm, Ananda, laß uns zum Mahavana, zur Türmchen-Halle gehen!« »ja, o Herr!« antwortete da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun begab sich der Erhabene, zusammen mit dem ehrwürdigen Ananda zum Mahavana, zur Türmchen Halle.  Dort angelangt, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Gehe du, Ananda!  Soweit die Mönche in der Umgegend von Vesali leben, versammle sie alle -in der Empfangshalle!« »ja, o Herr!« stimmte da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen bei, versammelte die Mönche, soweit sie in der Umgegend von Vesali lebten, in der Empfangshalle und begab sich zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und stellte sich seitwärts hin.  Seitwärts stehend sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen so: »Versammelt, o Herr, ist die Mönchsgemeinde.  Wie es nun, o Herr, dem Erhabenen an der Zeit scheint.« Da nun begab sich der Erhabene in die Empfangshalle.  Dort angelangt, ließ er sich auf dem zubereiteten Sitz nieder.  Nachdem er sich niedergelassen hatte, redete der Erhabene die Mönche an: »So sollt ihr denn, ihr Mönche, die Lehre, die ich unmittelbar erkannt und euch gezeigt habe, nachdem ihr sie wohl aufgefaßt habt, üben, entwickeln, mehren, so daß das Reinheitsleben für lange Zeit bestehen kann, vielen zum Heil, vielen zum Segen, aus Mitleid mit der Welt, zum Wohl, zum Heil, zum Segen für Götter und Menschen.  Und weiche Lehre, ihr Mönche, habe ich unmittelbar erkannt und euch gezeigt, die ihr, nachdem ihr sie wohl aufgefaßt habt, üben, entwickeln, mehren müßt, so daß das Reinheitsleben für lange Zeit bestehen kann, Welt, zum Wohl, vielen zum Heil, vielen zum Segen, aus Mitleid mit der Welt, zum Wohl, zum Heil, zum Segen für Götter und Menschen?  Es sind die vier Grundlagen der Verinnerung die vier rechten Übungen, die vier Arten höherer Fähigkeiten die fünf Vermögen, die fünf Kräfte, die sieben Weisheitsstufen, der edle achtgliedrige Pfad.  Diese Dinge, ihr Mönche, habe ich unmittelbar erkannt und gezeigt, und die sollt ihr, nachdem ihr sie wohl aufgefaßt habt, üben, entwickeln, mehren, so daß das Reinheitsleben für lange Zeit bestehen kann, vielen zum Heil, vielen zum Segen, aus Mitleid mit der Welt, zum Wohl, zum Heil, zum Segen für Götter und Menschen.« Da nun redete der Erhabene die Mönche an: »Wohlan denn, ihr Mönche!  Ich sage es euch!  Vergänglich ist, was da ist“. Strebt ernsthaft!  In nicht langer Zeit wird das endgültige Verlöschen des Erhabenen stattfinden.  Von jetzt ab nach drei Monaten wird der Erhabene endgültig verlöschen.« So sprach der Erhabene.  Nachdem der Gesegnete so gesprochen hatte, sprach er, der Lehrer, weiterhin so:  +++
»Zu reifem Alter kam ich, nun; 
Kurz nur ist dieses Leben noch; 
Euch lassend, werde fort ich gehn, 
Geschafft ist Zuflucht bei mir selbst. 
Im Streben ernst, verinnerungsfroh 
Und züchtig, Mönche, sollt ihr sein! 
Gesammelt, wohl entschlossen lebt, 
Und schütz euch euer Denken stets. 
Wer hier in dieser Lehrordnung, 
Stets ernsthaft strebend, leben wird, 
Der, lassend der Geburten Lauf, 
Wird alles Leiden endigen.« 
+++ Da nun, nachdem der Erhabene zur Morgenzeit sich angekleidet hatte, nahm er Mantel und Almosenschale und ging nach Vesali um Almosen.  Nachdem er in Vesali um Almosen gegangen war, nach dem Mahle, vom Almosenempfang zurückgekehrt, redete er, mit dem Elefantenblick auf Vesali blickend, den ehrwürdigen Ananda an: »Das, Ananda, wird des Vollendeten letzter Blick auf Vesali sein.  Komm, Ananda, laß uns nach Bhandagama gehen.« »ja, o Herr!« antwortete da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun wanderte der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde nach Bhandagama.  Und es wohnte der Erhabene in Bhandagama.  Da nun redete der Erhabene die Mönche an: »Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus Nichtbegreifen von vier Dingen ist so dieser lange Weg durchlaufen, durchwandert worden, von mir sowohl wie von euch.  Welcher vier?  Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus Nichtbegreifen der edlen Zucht ist so dieser lange Weg durchlaufen, durchwandert worden, von mir sowohl wie von euch.  Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus Nidchbegreifen der edlen Vertiefung ist so dieser lange Weg durchlaufen, durchwandert worden, von mir sowohl wie von euch.  Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus Nichtbegreifen der edlen Weisheit“ ist so dieser lange Weg durchlaufen, durchwandert worden, von mir sowohl wie von euch.  Aus Nichtverstehen, ihr Mönche, aus Nichtbegreifen der edlen Befreiung ist so dieser lange Weg durchlaufen, durchwandert worden, von mir sowohl wie von euch.  Eben diese edle Zucht, ihr Mönche, ist nun verstanden, ist begriffen; eben diese edle Vertiefung ist verstanden, ist begriffen; eben diese edle Weisheit ist verstanden, ist begriffen; eben diese edle Befreiung ist verstanden, ist begriffen.  Abgeschnitten ist der Daseinsdurst; zerstört des Daseins Leitbahn.  Nicht gibt es mehr ein Wiederdasein. So sprach der Erhabene.  Und danach sprach der Wegesmächtige weiter folgendes, er, der Lehrer:  +++
»Zucht und Vertiefung, Weisheit auch, 
Befreiung, unvergleichliche 
All‘ diese Dinge sind erkannt 
Von Gotama, mit Ruhm genannt. 
Der Wache, der so hat durchschaut,
Den Mönchen zeigte er die Lehr‘, 
Der Lehrer, Leides-Endiger 
Er, sehend, völlig ausgelöscht.« 
+++ Und auch als der Erhabene in Bhandagama weilte, gab er den Mönchen vielfach die folgende Belehrung: »So ist Selbstzucht, so ist Vertiefung so ist Weisheit.  In Selbstzucht wohlbereitete Vertiefung bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  In Vertiefung wohlbereitete Weisheit bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  Der in Weisheit wohlbereitete Geist wird ganz und gar von den Trieben befreit, nämlich: dem Sinnlichkeits-Trieb, dem Daseins-Trieb, dem Glaubens-Trieb, dem Nichtwissens-Trieb. Da nun, nachdem der Erhabene in Bhandagama nach seinem‘ Belieben geweilt hatte, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Komm, Ananda, laß uns nach Bhoganagara gehen.« »ja, o Herr!« antwortete da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun wanderte der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde nach Bhoganagara.  Da, in Bhoganagara, wohnte der Erhabene im Ananda-Gedenkmal.  Dort redete der Erhabene die Mönche an: »Die vier großen Fußpunkte, ihr Mönche, werde ich zeigen.  Das hört!  Achtet wohl auf! Ich werde reden!« »ja, o Herr!« erwiderten da jene Mönche dem Erhabenen.  Der Erhabene sprach so: »Da könnte, ihr Mönche, ein Mönch so sprechen: Aus dem Munde des Erhabenen, Freunde, habe ich es gehört, habe ich es aufgenommen: Das ist die Lehre, das ist die Ordnung, das ist die Unterweisung des Lehrers.‘ Eines solchen Mönchs Rede, ihr Mönche, darf weder gelobt noch getadelt werden.  Ohne gelobt oder getadelt zu haben, sollt ihr euch das nach Worten und Silben wohl merken und auf die Lehrreden zurückbeziehen und in der Lehrordnung nachweisen.  Wenn das bei der Zurückbeziehung auf die Lehrreden, beim Nachweis in der Lehrordnung, eben nicht auf die Lehrreden zurückgeht, nicht in der Lehrordnung nachzuweisen ist, so habt ihr zu der, Schlußfolgerung zu kommen: Wahrlich, das ist kein Ausspruch von ihm, dem Erhabenen!  Und das ist eine falsche Auffassung jenes Mönches.‘ So habt ihr das, ihr Mönche, zu verwerf.  Wenn das aber bei der Zurückbeziehung auf die Lehrreden, beim Nachweis in der Lehrordnung eben auf die Lehrreden zurückgeht, in der Lehrordnung nachzuweisen ist, so habt ihr zu der Schlußfolgerung zu kommen: Wahrlich, das ist ein Ausspruch von ihm, dem Erhabenen.  Und das ist eine rechte Auffassung jenes Mönches.‘ Das, ihr Mönche, habt ihr als den ersten großen Fußpunkt festzuhalten.  Da könnte ferner ein Mönch, ihr Mönche, so sprechen: An dem und an dem Ort weilt die Mönchsgemeinde samt ihren Altesten und Häuptern.  Aus dem Munde dieser Mönchsgemeinde habe ich es gehört, habe ich es aufgenommen: Das ist die Lehre, das ist die Ordnung, das ist die Unterweisung des Lehrers.‘ Eines solchen Mönchs Rede, ihr Mönche, darf weder gelobt noch getadelt werden.  Ohne gelobt oder getadelt zu haben, sollt ihr euch das nach Worten und Silben wohl merken und auf die Lehrreden zurückbeziehen und in der Lehrordnung nachweisen.  Wenn das bei der Zurückbeziehung auf die Lehrreden, beim Nachweis in der Lehrordnung eben nicht auf die Lehrreden zurückgeht, nicht in der Lehrordnung nachzuweisen ist, so habt ihr zu der Schlußfolgerung zu kommen: Wahrlich, das ist kein Ausspruch von ihm, dem Erhabenen.  Und das ist eine falsche Auffassung jener Mönchsgemeinde.‘ So habt ihr das, ihr Mönche, zu verwerfen.  Wenn das aber bei der Zurückbeziehung auf die Lehrreden, beim Nachweis in der Lehrordnung eben auf die Lehrreden zurückgeht, in der Lehrordnung nachzuweisen ist, so habt ihr zu der Schlußfolgerung zu kommen: Wahrlich, das ist ein Ausspruch von ihm, dem Erhabenen.  Und das ist eine rechte Auffassung jener Mönchsgemeinde.‘ Das, ihr Mönche, habt ihr als den zweiten großen Fußpunkt festzuhalten.  Da könnte ferner ein Mönch, ihr Mönche, so sprechen: An dem und dem Ort weilen viele ältere Mönche, wohl erfahren, wohl bewandert in den Schriften, Träger der Lehre, Träger der Satzung, Träger der Verzeichnisse.  Aus dem Munde dieser Älteren habe ich es gehört, habe ich es aufgenommen: Das ist die Lehre, das ist die Ordnung, das ist die Unterweisung des Lehrers.‘ Eines solchen Mönches Rede, ihr Mönche, darf weder gelobt, noch getadelt werden.  Ohne gelobt oder getadelt zu haben, sollt ihr euch das nach Worten und Silben wohl merken und auf die Lehrreden zurückbeziehen und in der Lehrordnung nachweisen.  Wenn das bei der Zurückbeziehung auf die Lehrreden, beim Nachweis in der Lehrordnung eben nicht auf die Lehrreden zurückgeht, nicht in der Lehrordnung nachzuweisen ist, so habt ihr zu der Schlußfolgerung zu kommen -.  Wahrlich, das ist kein Ausspruch von ihm, dem Erhabenen!  Und das ist eine falsche Auffassung jener Älteren.‘ So habt ihr das, ihr Mönche, zu verwerfen.  Wenn das aber bei der Zurückbeziehung auf die Lehrreden, beim Nachweis in der Lehrordnung nachzuweisen ist, so habt ihr zu der Schlußfolgerung zu kommen: Wahrlich, das ist ein Ausspruch von ihm, dem Erhabenen.  Und das ist eine rechte Auffassung jener Älteren!  Das, ihr Mönche, habt ihr als den dritten großen Fußpunkt festzuhalten.‘ Da könnte ferner ein Mönch, ihr Mönche, so sprechen: An dem und dem Orte wohnt ein einzelner älterer Mönch, wohl erfahren, wohl bewandert in den Schriften, Träger der Lehre, Träger der Satzung, Träger der Verzeichnisse.  Aus dem Munde dieses Älteren habe ich es gehört, habe ich es aufgenommen: Das ist die Lehre, das ist die Ordnung, das ist die Unterweisung des Lehrers.‘ Eines solchen Mönchs Rede, ihr Mönche, darf weder gelobt noch getadelt werden.  Ohne gelobt oder getadelt zu haben, sollt ihr euch das nach Worten und Silben wohl merken und auf die Lehrreden zurückbeziehen und in der Lehrordnung nachweisen.  Wenn das bei der Zurückbeziehung auf die Lehrreden, beim Nachweis in der Lehrordnung eben nicht auf die Lelirreden zurückgeht, nicht in der Lehrordnung nachzuweisen ist, so habt ihr zu der Schlußfolgerung zu kommen: Wahrlich, das ist kein Ausspruch von ihm, dem Erhabenen!  Und das ist eine falsche Auffassung jenes Älteren.‘ So habt ihr das, ihr Mönche, zu verwerfen.  Wenn das aber bei der Zurückbeziehung auf die Lehrreden, beim Nachweis in der Lehrordnung eben auf die Lehrreden zurückgeht, in der Lehrordnung nachzuweisen ist, so habt ihr zu der Schlußfolgerung zu kommen: Wahrlich, das ist ein Ausspruil von ihm, dem Erhabenen Und das ist eine rechte Auffassung jenes Älteren.‘ Das, ihr Mönche, habt ihr als den vierten großen Fußpunkt festzuhalten.  Diese vier großen Fußpunkte, ihr Mönche, habt ihr festzuhalten.« Und auch als der Erhabene in Bhoganagara beim Ananda-Gedenkmal weilte, gab er den Mönchen vielfach die folgende Belehrung: »So ist Selbstzucht, so ist Vertiefung, so ist Weisheit.  In Selbstzucht wohlbereitete Vertiefung bringt große Frucht bringt großen Lohn.  In Vertiefung wohlbereitete Weisheit bringt große Frucht, bringt großen Lohn.  Der in Weisheit wohlbereitete Geist wird ganz und gar von den Trieben befreit, nämlich ‚dem Sinnlichkeits-Trieb, dem Daseins-Trieb, dem Glaubens-Trieb, dem Nichtwissens-Trieb.« Da nun, nachdem der Erhabene in Bhoganagara nach seinem Belieben geweilt hatte, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Komm, Ananda, laß uns nach Pava gehen.« »ja, o Herr!« erwiderte da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun wanderte der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde nach Pava.  Da in Pava wohnte der Erhabene im Mangohain des Sdimiedes Cunda.  Und es hörte der Schmied Cunda: »Der Erhabene, sagt man, ist in Pava erschienen, weilt in Pava in meinem Mangohain.« Da nun begab sich der Schmied Cunda zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich seitwärts nieder.  Den seitwärts sitzenden Schmied Cunda unterwies der Erhabene in einem Lehrgespräch, regte ihn an, bestärkte ihn, erheiterte ihn.  Da nun, nachdem der Schmied Cunda vom Erhabenen in einem Lehrgespräch unterwiesen, angeregt, bestärkt, erheitert war, sprach er zum Erhabenen so: »Möge, o Herr, der Erhabene einwilligen, morgen von mir das Mahl anzunehmen samt der Mönchsgemeinde.« Und der Erhabene willigte ein durch Schweigen.  Da nun, nachdem der Schmied Cunda die Einwilligung des Erhabenen erkannt hatte, erhob er sich von seinem Sitz, begrüßte den Erhabenen ehrfurchtsvoll, machte die Rechtsumwandlung und ging fort.  Da nun, nachdem der Schmied Cunda während dieser Nacht in seiner Behausung ausgesuchte feste und flüssige Speise hatte zubereiten lassen und auch eine reichliche Menge der Speise Ebermild, ließ er dem Erhabenen die Zeit anzeigen: »Es ist an der Zeit, o Herr!  Das Mahl ist bereit!« Da nun, nachdem der Erhabene zur Morgenzeit sich angekleidet hatte, nahm er Mantel und Almosenschale und begab sich zusammen mit der Mönchsgemeinde zu der Behausung des Schmieds Cunda.  Dort angelangt, ließ er sich auf dem zubereiteten Sitz nieder.  Nachdem er sich niedergelassen hatte, redete der Erhabene den Schmied Cunda an: »Was du da, Cunda, an Ebermild hergerichtet hast, damit warte mir auf!  Was du aber an anderer fester und flüssiger Speise hergerichtet hast, damit warte der Mönchsgemeinde auf.« »Ja, o Herr!« erwiderte da der Schmied Cunda dem Erhabenen.  Was da an Ebermild hergerichtet war, damit wartete er dem Erhabenen auf, und was da an anderer fester und flüssiger Speise hergerichtet war, damit wartete er der Mönchsgemeinde auf.  Da nun redete der Erhabene den Schmied Cunda an: »Was dir da, Cunda, an Ebermild übrigbleibt, das vergrabe in die Erde.  Nicht sehe ich, Cunda, in der Welt samt Göttern samt Maras, samt Brahmas, mit der Menge ihrer Büßer und Brahmanen: ihrer Götter und Menschen jemanden, der dieses, genossen, vollständig verdauen könnte, ausgenommen der Vollendete.« »ja, o Herr!« erwiderte da der Schmied Cunda dem Erhabenen.  Was da an Ebermild übriggeblieben war, das vergrub er in die Erde und begab sich dann zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich seitwärts nieder.  Nachdem der Erhabene den seitwärts sitzenden Sdimied Cunda in einem Lehrgespräch unterwiesen, angeregt, bestärkt, erheitert hatte, erhob er sich von seinem Sitz und ging fort.  Da nun, nachdem er das Mahl des Sdimiedes Cunda gegessen hatte, befiel den Erhabenen eine schwere Krankheit, blutige Durchfälle, heftige Schmerzen setzten ein, lebenbedrohende.  Die ertrug der Erhabene vollbewußt, besonnen, unverstörten Denkens.  Da nun redete der Erhabene den ehrwürdigen Ananda an: »Komm, Ananda, laß uns nach Kusinara gehen.« »ja, o Herr!« erwiderte da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  +++
Nachdem er Cundas Mahl genoß, 
Des Schmiedes - so hab‘ ich gehört, 
Befiel ihn eine Krankheit schwer, 
Den Weisen, eine tödliche. 
Nachdem das Ebermild er hat gegessen, 
Entstand dem Lehrer eine schwere Krankheit. 
Noch leidend von der Krankheit sprach der Hohe: 
»Nach Kusinara will ich gehn, der Stadt, hin.« 
+++ Da nun redete der Erhabene den ehrwürdigen Ananda an: »Es könnte sein, daß irgend jemand den Schmied Cunda mit dem Tadel quält: Freund Cunda, es ist für dich ein Schaden, es ist für dich ein Unglück, daß der Vollendete, nachdem er deine Almosenspeise genossen hatte, endgültig verlöschen ist.‘ Der Schmied Cunda, Ananda, soll aber von diesem Tadel derart entbunden werden.  Das gereicht dir, Freund, zum Vorteil, das gereicht dir zum Glück, daß der Vollendete, nachdem er deine Almosenspeise genossen hatte, endgültig verlöschen ist.  Aus dem Munde des Erhabenen, Freund Cunda, habe ich es gehört, habe ich es aufgenommen: Zwei Almosenspeisen bringen ganz gleiche Frucht, ganz gleichen Lohn, andere Almosenspeisen übertreffend, höhere Frucht bringend, größeren Segen bringend.  Welche zwei?  Die Almosenspeise, nach deren Genuß der Vollendete in unvergleichlicher, voller Erwachung zur höchsten Erwachung kommt, und die Almosenspeise, nach deren Genuß der Vollendete in der haftlosen Art des Verlöschens endgültig verlischt.  Diese zwei Almosenspeisen bringen ganz gleiche Frucht, ganz gleichen Lohn, andere Almosenspeisen übertreffend, höhere Frucht bringend, größeren Segen bringend.  Der ehrwürdige Cunda, der Schmied, hat damit ein Wirken aufgehäuft, das zur Langlebigkeit führt; der ehrwürdige Cunda, der Schmied, hat damit ein Wirken aufgehäuft, das zur Wiedergeburt in guter Kaste fährt; der ehrwürdige Cunda, der Schmied, hat damit ein Wirken aufgehäuft, das zu glücklichem Leben führt; der ehrwürdige Cunda, der Schmied, hat damit ein Wirken aufgehäuft, das zu Ansehen führt; der ehrwürdige Cunda, der Schmied, hat damit ein Wirken aufgehäuft, das zu himmlischer Wiedergeburt führt; der ehrwürdige Cunda, der Schmied, hat damit ein Wirken aufgehäuft, das zu Macht führt.‘ Der Schmied Cunda, Ananda, soll derart von diesem Tadel entbunden werden.« Da nun brach der Erhabene, den Sinn davon erkennend, bei dieser Gelegenheit in die feierlichen Worte aus: 
»Dem, der da gibt, wachsen Verdienste an;  +++
Dem, der sich selbst zähmt, häuft kein Zorn sich an; 
Der Gute läßt all‘ Böses hinter sich; 
Wer Lust-, Haß-, Wahn-frei, der ist ausgelöscht«. 
+++ Da nun sprach der Erhabene zum ehrwürdigen Ananda: »Komm, Ananda, laß uns auf das andere Ufer des Hirannyavati-Flusses gehen, zum Kusinara-Stadtpark, dem Sala-Hain der Malla.« »ja, o Herr! antwortete da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen.  Da nun begab sich der Erhabene zusammen mit einer großen Mönchsgemeinde auf das andere Ufer des Hirannyavati-Flusses, zum Kusinara-Stadtpark, zum Sala-Hain der Malla.  Dort angelangt, redete er den ehrwürdigen Ananda an: »Bitte, Ananda, zwischen den Zwillingssalas bereite mir nordwärts gerichtet das Lager.  Ich bin müde, ich will mich niederlegen.« »ja, o Herr«, antwortete da zustimmend der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen und bereitete zwischen den beiden Zwillingssalas nordwärts gerichtet das Lager.  Da nun legte sich der Erhabene nach Löwenart auf die rechte Seite nieder, einen Fuß auf den anderen gelegt, nachdenklich, besonnen.  Damals nun waren die Zwillingssalas über und über mit Blüten bedeckt, obgleich es nicht die Blütezeit war.  Die bestreuten den Leib des Vollendeten, überstreuten ihn, überschütteten ihn zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Auch himmlische Mandarava-Blumen fielen aus der Luft herunter.  Die bestreuten den Leib des Vollendeten, überstreuten ihn, überschütteten ihn zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Auch himmlische Sandelholz-Pulver fielen aus der Luft herunter.  Die bestreuten den Leib des Vollendeten, überstreuten ihn, überschütteten ihn zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Auch himmlische Musikinstrumente spielten in der Höhe zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Auch himmlische Gesänge ertönten in der Höhe zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Da nun redete der Erhabene den ehrwürdigen Ananda an: »über und über mit Blüten bedeckt, Ananda, sind die Zwillingsalas, obgleich es nicht Blütezeit ist.  Den Leib des Vollendeten bestreuen sie, überstreuen sie, überschütten sie zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Auch himmlische Mandarava-Blumen fallen aus der Luft herab; die bestreuen den Leib des Vollendeten, überstreuen ihn, überschütten ihn zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Auch himmlische Sandelholz-Pulver fallen aus der Luft herab, die bestreuen den Leib des Vollendeten, überstreuen ihn, überschütten ihn zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Auch himmlische Musikinstrumente spielen in der Höhe, zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Auch himmlische Gesänge ertönen in der Höhe zum Zeichen der Verehrung für den Vollendeten.  Nicht aber, Ananda, insofern ist der Vollendete geehrt, gewürdigt, geachtet, verehrt, hochgehalten.  Der Mönch, Ananda, oder die Nonne oder der Anhänger oder die Anhängerin, die ganz der Lehre entsprechend leben. in der rechten Weise leben, der Lehre gemäß wandeln, die ehren, würdigen, achten, verehren den Vollendeten mit der höchsten Verehrung.  Daher, Ananada: Ganz der Lehre entsprechend wollen wir leben, in der richtigen Weise lebend, der Lehre gemäß wandelnd‘; so ja, Ananda, habt ihr euch zu üben.« Damals nun stand der ehrwürdige Upavana vor dem Erhabenen, den Erhabenen fächernd.  Da nun sprach der Erhabene tadelnd zum ehrwürdigen Upavana: »Geh weg, du Mönch Stelle dich nicht vor mich!« Da nun kam dem ehrwürdigen Ananda der Gedanke: »Dieser ehrwürdige Upavana ist dem Erhabenen lange Zeit Besorger gewesen, hat in seiner Nähe geweilt, hat um ihn gelebt.  Jetzt aber, im letzten Augenblick, hat der Erhabene zum ehrwürdigen Upavana tadelnd gesprochen: Geh weg, du Mönch!  Stelle dich nicht vor mich!‘ Was ist nun wohl der Grund, was ist die Ursache, daß der Erhabene zum ehrwürdigen Upavana tadelnd gesprochen hat: Geh weg, du Mönch!  Stelle dich nicht vor mich!‘« Da nun sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen so: »Dieser ehrwürdige Upavana, o Herr, ist lange Zeit Besorger des Erhabenen gewesen, hat in seiner Nähe geweilt, hat um ihn gelebt, jetzt aber im letzten Augenblick, hat der Erhabene zum ehrwürdigen Upavana tadelnd gesprochen: Stelle dich nicht vor mich!‘ Was ist nun wohl, o Herr, der Grund, was ist die Ursache, daß der Erhabene zum ehrwürdigen Upavana tadelnd gesprochen hat: Geh weg, du Mönch! Stelle dich nicht vor mich!‘« »In Mengen, Ananda, haben sich die Gottheiten aus den zehn Welten versammelt, um den Vollendeten zu sehen.  Soweit, Ananda, der Kusinara-Stadtpark, der Sala-Hain der Malla reicht, zwölf Meilen im Umkreis ist auch nicht ein Fleckchen, groß genug für den Stich einer allerfeinsten Haarspitze, das nicht von hochmächtigen Gottheiten bedeckt wäre.  Die Götter, Ananda, murren: Von weit her, wahrlich, sind wir gekommen, um den Vollendeten zu sehen.  Nur jeweilig, hin und wieder einmal, erscheinen Vollendete in der Welt, Verehrungswürdige, Voll-Erwachte; heute nun, in der letzten Nachtwache wird das endgültige Verlöschen des Vollendeten stattfinden, und dieser hochmächtige Mönch steht da vor dem Erhabenen, ihn uns entziehend, und wir haben keine Möglichkeit, im letzten Augenblick den Vollendeten zu sehen.‘ So, Ananda, murren die Gottheiten « »An Gottheiten welcher Art also, o Herr, denkt dabei der Erhabene?« »Es gibt, Ananda, Gottheiten im Himinelsraum mit irdischem Bewußtsein.  Die weinen mit aufgelöstem Haar; sie weinen, die Arme ausstreckend, wie gefällt stürzen sie nieder, wälzen sich hin und her.  Allzu schnell wird der Erhabene endgültig verlöschen!  Allzu schnell wird der Wegesmächtige endgültig verlöschen!  Allzu schnell wird das Auge der Welt verschwinden!‘ Es gibt, Ananda, Gottheiten auf der Erde mit irdischem Bewußtsein.  Die weinen mit aufgelöstem Haar; sie weinen, die Arme ausstreckend, wie gefällt stürzen sie nieder, wälzen sich hin und her.  Allzu schnell wird der Erhabene endgültig verlöschen!  Allzu schnell wird der Wegesmächtige endgültig verlöschen!  Allzu schnell wird das Auge der Welt verschwinden! Diejenigen Gottheiten aber, die frei von Leidenschaften sind, die fügen sich besonnen, vollbewußt: Vergänglich ist alles, was west“.  Wie wäre da derartiges wohl möglich!‘« »Früher, o Herr, kamen die Mönche nach vollbrachter Regenzeit aus den verschiedenen Himmelsrichtungen zusammen, um den Vollendeten zu sehen.  Da hatten wir dann die Möglichkeit, verehrungswürdige Mönche zu sehen und zu bedienen.  Nach dem Hinscheiden des Erhabenen aber werden wir keine Möglichkeit haben, verehrungswürdige Mönche zu sehen und zu bedienen.« »Diese vier, Ananda, sind für den Vertrauen-ergebenen Edelgeborenen sehenswerte und ergreifende Stätten.  Welche vier?  Hier ist der Vollendete geboren‘, das, Ananda, ist für den Vertrauen-ergebenen Edelgeborenen eine sehenswerte und ergreifende Stätte.  Hier ist der Vollendete in der unvergleichlichen Voll-Erwachung ganz erwacht‘, das, Ananda, ist für den Vertrauen-ergebenen Edelgeborenen eine sehenswerte und ergreifende Stätte.  Hier hat der Vollendete das unvergleichliche Rad der Lehre in Bewegung gesetzt‘, das, Ananda, ist für den Vertrauen-ergebenen Edelgeborenen eine sehenswerte und ergreifende Stätte.  Hier ist der Erhabene voll-erloschen, in jener restlosen Art des Verlöschens‘, das, Ananda, ist für den Vertrauen-ergebenen Edelgeborenen eine sehenswerte und ergreifende Stätte- Diese vier, Ananda, sind für den Vertrauen-ergebenen Edelgeborenen sehenswerte und ergreifende Stätten.  Da werden nun, Ananda, Vertrauen-ergebene Mönche und Nonnen, Anhänger und Anhängerinnen herankommen: Hier ist der Vollendete geboren‘, und hier ist der Vollendete in der unvergleichlichen Vollerwachung ganz erwacht‘, und hier hat der Vollendete das unvergleichliche Rad der Lehre in Bewegung gesetzt‘, und hier ist der Vollendete voll-erloschen in jener rastlosen Art des Verlöschens.‘ Und die, Ananda, welche auf der Wanderschaft zu einer solchen Gedenkensstätte beruhigten Geist sterben, alle die werden beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode auf guter Fährte, in himmlischer Welt wieder auftauchen.« »Wie, o Herr, sollen wir uns gegenüber der Weiblichkeit verhalten?« »Das Nicht-ansehen, Ananda, (ist das beste).« »Wenn aber das Sehen stattfindet, wie muß man sich dann verhalten?« » Enthalten von Gespräch, Ananda, (ist das beste).« »Beim Sprechen selber aber, o Herr, wie muß man sich da verhalten?« »So hat man sich, Ananda, die Aufmerksamkeit wohl gegenwärtig zu halten.. »Wie, o Herr, sollen wir es mit dem Leib des Vollendeten halten?« »Bleibt ihr, Ananda, unbehindert wegen der leiblichen Ehrung des Vollendeten.  Müht euch, Ananda, ich bitte euch, für Das eigene Wohl; widmet euch dem eigenen Wohl, für das eigene Wohl lebt ernsthaft, eifrig, zielbewußt.  Es gibt, Ananda, erfahrene Leute unter den Kriegern, erfahrene Leute unter den Brahmanen, erfahrene Leute unter den Haushabern, dem Vollendeten ganz ergeben, die werden dem Vollendeten die leibliche Ehrung erweisen.« »Wie aber, o Herr, ist mit dem Leib des Vollendeten zu verfahren?« »Wie man da, Ananda, mit dem Leib eines weltbeherrschenden Königs verfährt, so ist mit dem Leib des Vollendeten zu verfahren.« »Wie aber, o Herr, verfährt man mit dem Leib eines weltbeherrschenden Königs?« »Den Leib eines weltbeherrschenden Königs, Ananda, hüllt man in ein völlig neues Gewand.  Nachdem man ihn in ein völlig neues Gewand gehüllt hat, hüllt man ihn in zerfaserte Baumwolle.  Nachdem man ihn in zerfaserte Baumwolle gehüllt hat, hüllt man ihn in ein neues Gewand.  Nachdem man auf diese Weise den Leib des weltbeherrschenden Königs in fünfhundert Paar (solcher Hüllen) eingehüllt hat, legt man ihn in einen ehernen, ölgefüllten Behälter.  Nachdem man ihn mit einem anderen ehernen Behälter zugedeckt hat, macht man einen Scheiterhaufen ganz aus Räucherwerk und verbrennt den Leib des weltbeherrschenden Königs.  An einem Straßenkreuzpunkt errichtet man dann dem weltbeherrschenden König ein Gedenkma.  So, Ananda, verfährt man mit dem Leib eines weltbeherrschenden Königs.  Und, Ananda, wie man mit dem Leib des weltbeherrschenden Königs verfährt, ebenso ist mit dem Leib des Vollendeten zu verfahren.  An einem Straßenkreuzpunkt ist dem Vollendeten ein Grabmal zu errichten.  Und diejenigen, die dort Blumen oder Räucherwerk oder etwas Farbiges niederlegen werden, oder sich ehrfurchtsvoll verneigen werden, oder sich innerlich erheitern werden, denen wird das für lange Zeit zum Heile, zum Segen gereichen.  Diese vier, Ananda, sind würdig eines Gedenkmals.  Welche vier?  Der Vollendete, Verehrungswürdige, Vollkommen-Erwachte ist eines Gedenkmals würdig.  Der für sich allein Erwachte ist eines Gedenkmals würdig.  Der Jünger des Vollendeten ist eines Gedenkmals würdig. Der weltbeherrschende König ist eines Gedenkmals würdig.  Und auf Grund welcher inneren Kraft ist der Vollendete, Verehrungswürdige, Vollkommen-Erwachte eines Gedenkmals würdig? ,Das ist dieses Erhabenen, Verehrungswürdigen, Vollkommen-Erwachten Gedenkmal‘, dieser Gedanke, Ananda, erheitert gar viele innerlich.  Diese dort innerlich Heitergewordenen tauchen beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode auf guter Fährte, in himmlischer Welt auf.  Auf Grund dieser inneren Kraft, Ananda, ist der Vollendete, Verehrungswürdige, Vollkommen-Erwachte eines Gedenkmals würdig.  Und auf Grund welcher inneren Kraft, Ananda, ist der für sich allein Erwachte eines Gedenkmals würdig?  Das ist dieses Erhabenen, für sich allein Erwachten Gedenkmal‘, dieser Gedanke, Ananda, erheitert gar viele innerlch.  Diese dort innerlich Heitergewordenen tauchen beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode auf guter Fährte, in himmlischer Welt auf.  Auf Grund dieser inneren Kraft, Ananda, ist der für sich allein Erwachte eines Gedenkmals würdig.  Und auf Grund welcher inneren Kraft, Ananda, ist der jünger des Vollendeten eines Gedenkmals würdig?  Das ist des Jüngers dieses Erhabenen, Verehrungswürdigen, Vollkornmen-Erwachten Gedenkmal‘, dieser Gedanke, Ananda, erheitert gar viele innerlich.  Diese dort innerlich Heitergewordenen tauchen beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode auf guter Fährte, in himmlischer Welt auf.  Auf Grund dieser inneren Kraft, Ananda, ist der Jünger des Vollendeten eines Gedenkmals würdig.  Und auf Grund welcher inneren Kraft, Ananda, ist der weltbeherrschende König eines Gedenkmals würdig?  Das ist dieses gerechten Rechtskönigs Gedenkmal‘, dieser Gedanke, Ananda, erheitert gar viele innerlich.  Diese dort innerlich Heitergewordenen tauchen beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode auf guter Fährte, in himmlischer Welt auf.  Auf Grund dieser inneren Kraft, Ananda, ist der weltbeherrschende König eines Gedenkmals würdig.  Diese vier, Ananda, sind eines Gedenkmals würdig.« Da nun ging der ehrwürdige Ananda in das Kloster und stand, gegen die Türklinke gelehnt, weinend da: >Ach, ich bin noch ein Strebender, ein Unvollkommener, und es wird nun das endgültige Verlöschen des Lehrers stattfinden, er, der so mitleidig zu mir ist!« Da nun redete der Erhabene die Mönche an: »Wo denn nur, ihr Mönche, ist Ananda?« »Es ist, o Herr, der ehrwürdige Ananda ins Kloster gegangen, und gegen die Türklinke gelehnt steht er weinend da: Ach, ich bin noch ein Strebender, ein Unvollkommener, und es wird nun das endgültige Verlöschen des Lehrers stattfinden, er, der so mitleidig zu mir ist!‘«Da nun redete der Erhabene einen der Mönche an: »Geh, du Mönch, und sprich in meinem Namen zu Ananda: Der Lehrer ruft dich, Freund Ananda!« »ja, o Herr«, erwiderte da jener Mönch dem Erhabenen und begab sich zum ehrwürdigen Ananda.  Dort angelangt, sprach er zum ehrwürdigen Ananda so: »Der Lehrer, Freund Ananda, ruft dich.« »ja, Freund«, antwortete da der ehrwürdige Ananda jenem Mönch und begab sich zum Erhabenen.  Dort angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrfurchtsvoll und ließ sich seitwärts nieder.  Zu dem seitwärts sitzenden ehrwürdigen Ananda sprach der Erhabene so: »Genug, Anandal Bekümmere dich nicht! Jammre nicht! Habe ich nicht, Ananda, dieses vorher verkündert: eben bei allem Lieben und Teuren das Verweden das Entwerden das Anderswerden!  Woher, Ananda, sollte das anders möglich sein?  Was da entstanden, geworden, zusammengesetzt, der Auflösung unterworfen ist, daß das der Auflösung nicht verfiele - eine derartige Möglichkeit gibt es nicht.  Seit langer Zeit, Ananda, bist du um mich bemüht gewesen mit liebevollem Tun, wohltuendem, angenehmem, immer gleichem, grenzenlosem; mit liebevollen Worten, wohltuendem, angenehmem, immer gleichem, grenzenlosem; mit liebevollem Sinn, wohltuendem, angenehmem, immer gleichem, grenzenlos. Wohlgetan hast du, Ananda!  Sei eifrig im Streben, und bald wirst du triebfrei sein.« Da nun redete der Erhabene die Mönche an: »Was es da, ihr Mönche, in der vergangenen Zeit an Verehrungswürdigen, Voll-Erwachten gegeben hat, auch diesen Erhabenen dienten derart einzig-vorzügliche Besorger, wie mir jetzt Ananda.  Was es da, ihr Mönche, in der zukünftigen Zeit an Verehrungswürdigen, Voll-Erwachten geben wird, auch diesen Erhabenen werden derart einzig-vorzügliche Besorger dienen, wie mir jetzt Ananda.  Klug, ihr Mönche, ist Ananda.  Er weiß.  Das ist die rechte Zeit für die Mönche, den Vollendeten zu besuchen; das ist die rechte Zeit für die Anhänger, für die Anhängerinnen, für Könige, für Minister, für Sektenstifter, für die Schüler dieser Sektenstifter, den Vollendeten zu besuchen.‘ Vier erstaunliche, wunderbare Eigenschaften hat Ananda.  Welche vier?  Wenn, ihr Mönche, eine Mönchsversammlung den Ananda besucht, so ist sie beglückt über seinen Anblick, und wenn dann Ananda die Lehre vorträgt, so ist sie beglückt über seine Rede, und ungesättigt, ihr Mönche, ist die Mönchsversammlung, wenn Ananda dann schweigt.  Wenn, ihr Mönche, eine Nonnenversammlung - eine Anhängerversammlung -, eine Anhängerinnenversammlung den Ananda besucht, so ist sie beglückt über seinen Anblick, und wenn dann Ananda die Lehre vorträgt, so ist sie beglückt über seine Rede, und ungesättigt, ihr Mönche, sind diese Versammlungen, wenn Ananda dann schweigt.  Das, ihr Mönche, sind die vier erstaunlidien, wunderbaren Eigenschaften bei Ananda.« Danach sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen: »Nicht in diesem kleinen Dorf, in diesem Waldort, in diesem abseits gelegenen Ort wolle der Erhabene verlöschen.  Es gibt da andere große Städte wie Campa, Rajagaha, Savatthi, Saketa, Kosambi, Benares.  Dort möge der Erhabene verlöschen.  Dort sind viele reiche Leute aus der Kriegerkaste, viele reiche Leute aus der Priesterkaste, viele reiche Haushaber dem Vollendeten völlig ergeben.  Die werden dem Leib des Vollendeten die Ehren erweisen.« »Sprich nicht so, Anandal Sprich nicht so von einem kleinen Dorf, von einem Waldort, von einem abseits gelegenen Ort.  In vergangenen Zeiten, Ananda, war da ein König namens Maha-Sudassana, ein Weltherrscher, ein gerechter Rechts-König, ein Herrscher über die vier Erdteile, siegreich, der Hort seiner Unteranen, Besitzer der vier Kostbarkeiten.  Dieses Kusinara, Ananda, war die Residenz des Königs Maha-Sudassana, unter dem Namen Kusavati; von Osten nach Westen zwölf Meilen in der Länge, von Norden nach Süden sieben Meilen in der Breite.  Und die Residenz Kusavati, Ananda, war mächtig und blühend, volkreich, gedrängt voll Menschen, reich an Mitteln.  Gleichwie, Ananda, die Residenz der Götter, Alakamanda mit Namen, mächtig und blühend ist, volkreich, gedrängt voll Menschen, reich an Mitteln, genau ebenso, Ananda, war da die Residenz Kusavati mächtig und blühend, volkreich, gedrängt voll Menschen, reich an Mitteln.  Und Kusavati, Ananda, die Residenz war nie frei von den zehnerlei Tönen, nicht bei Tag und nicht bei Nacht, nämlich dem Getön von Elefanten, dem Getön von Rossen, dem Getön von Wagen, dem Getön von Pauken, dem Getön von Handtrornmeln, dem Getön von Lauten, dem Getön von Gesängen, dem Getön der Zimbel, dem Getön des Gongs und dem Getön des eßt, trinkt, genießt!‘ als zehntem.  Geh nun, Ananda, begib dich nach Kusinara und melde den Mallas von Kusinara: Heute, ihr Vasetthas, in der letzten Nachtwache, wird des Vollendeten endgültiges Verlöschen stattfinden.  Kommt her, Vasetthas!  Kommt her, Vasetthas!  Setzt euch nicht der Gefahr verspäteter Reue aus: >Auf unserem eigenen Gebiet ist der Vollendete erloschen, und wir haben die Gelegenheit nicht wahrgenommen, um den Vollendeten zum letzten Male zu sehen.<‘« »ja, o Herr!« antwortete da der ehrwürdige Ananda dem Erhabenen, kleidete sich an, nahm Sdiale und Obergewand und ging, begleitet von einem zweiten, nach Kusinara.  Zu jener Zeit nun waren die Mallas von Kusinara im Stadthaus zusammengekommen, irgend einer Obliegenheit wegen.  Da nun begab sich der ehrwürdige Ananda zum Stadthaus der Mallas von Kusinara.  Dort angelangt, meldete er den Mallas von Kusinara: »Heute, ihr Vasetthas, in der letzten Nachtwache wird das endgültige Verlöschen des Vollendeten stattfinden.  Kommt her, Vasetthas!  Kommt her, Vasetthas!  Setzt euch nicht der Gefahr verspäteter Reue aus: Auf unserem eigenen Gebiet ist der Vollendete erloschen, und wir haben die Gelegenheit nicht wahrgenommen, den Vollendeten zum letzten Male zu sehen.‘« Auf diese Worte des ehrwürdigen Ananda hin wurden die Mallas selber und ihre Söhne, ihre Schwiegertöchter und Frauen traurig, niedergeschlagen, von Herzeleid ergriffen.  Und einige weinten mit aufgelöstem Haar; sie weinten, die Arme ausstreckend, wie gefällt stürzten sie nieder, wälzten sich hin und her: »Allzu schnell wird der Erhabene verlöschen!  Allzu schnell wird der Wegesmäditige verlöschen!  Allzu schnell wird das Auge der Welt verschwinden!« Da nun begaben sich die Mallas und ihre Söhne, ihre Schwiegertöchter und Frauen, traurig, niedergeschlagen, von Herzeleid ergriffen, zum Stadtpark, dem Sala-Hain der Mallas, zum ehrwürdigen Ananda.  Da nun kam dem ehrwürdigen Ananda folgender Gedanke: »Wenn ich erlaube, daß die Mallas von Kusinara einzeln dem Erhabenen ihre Ehrfurcht bezeugen, so wird der Morgen grauen, und die Begrüßung des Erhabenen durch die Mallas von Kusinara wird nicht beendet sein.  Wie, wenn ich nun die Mallas familienweise aufstellte und dem Erhabenen ihre Ehrfurcht bezeugen ließe: 0 Herr, ein Malla des und des Namens mit Kind, Weib, Hausstand und Bedienung neigt in Ehrfurcht sein Haupt zu den Füßen des Erhabenen?‘« Da nun stellte der ehrwürdige Ananda die Mallas von Kusinara familienweise auf und ließ sie dem Erhabenen ihre Ehrfurcht beweisen: »0 Herr, ein Malla des und des Namens mit Kind, Weib, Hausstand und Bedienung neigt in Ehrfurcht sein Haupt zu den Füßen des Erhabenen.« Da nun ließ der ehrwürdige Ananda auf diese Weise in der ersten Nachtwache die Mallas von Kusinara dem Erhabenen ihre Ehrfurcht bezeugen.  Zu jener Zeit nun lebte ein Wandermönch namens Subhadda in Kusinara.  Und es hörte der Wandermönch Subhadda: »Heute ja, sagt man, in der letzten Nchtwache wird das endgültige Verlöschen des Büßers Gotama stattfinden.« Da nun kam dem Wandermönch Subhadda folgender Gedanke: »Von ergrauten, hochbetagten Wandermönchen, die selber Lehrer von Lehrern waren, habe ich das sagen hören: Nur hin und wieder einmal tauchen Vollendete in der Welt auf, Verehrungswürdige, Voll-Erwachte.‘ Heute nun, in der letzten Nachtwache wird das endgültige Verlöschen des Büßers Gotama stattfinden.  Nun ist mir da dieser bestimmte Zweifel gekommen.  Soviel Vertrauen habe ich zum Büßer Gotama, daß er imstande ist, die Lehre auf solche Art zu zeigen, daß ich diesen bestimmten Zweifel los werde.« Da nun begab sich der Wandermönch Subbadda , zum Stadtpark, dem Sala-Hain der Mallas, zum ehrwürdigen Ananda.  Dort angelangt, sprach er zum ehrwürdigen Ananda so:»Von ergrauten, hochbetagten Wandermönchen, die selber Lehrer von Lehrern waren, habe ich das sagen hören: Nur hin und wieder einmal tauchen Vollendete in der Welt auf, Verehrungswürdige, Vollkommen-Erwachte‘.  Heute nun in der letzten Nachtwache wird das endgültige Verlöschen des Büßers Gotama stattfinden.  Nun ist mir da dieser bestimmte Zweifel gekommen.  Soviel Vertrauen habe ich zum Büßer Gotama, daß er imstande ist, die Lehre auf solche Art zu zeigen, daß ich diesen bestimmten Zweifel los werde. Darum möchte ich, verehrter Ananda, um die Erlaubnis bitten, den Büßer Gotama zu sehen.« Auf diese Worte sprach der ehrwürdige Ananda zum Wandermönch Subhadda so: »Genug, Freund Subhadda!  Quäl- nicht den Vollendeten.  Der Erhabene ist ermüdet.« Und zum zweiten und: zum drittenmal sprach der Wandermönch Subhadda zum ehrwürdigen Ananda so: »Von ergrauten, hochbetagten Wandermönchen, die selber Lehrer von Lehrern waren, habe ich das sagen hören: Nur hin und wieder einmal tauchen Vollendete in der Welt auf, Verehrungswürdige, Voll-Erwachte.‘ Heute nun, in der letzten Nachtwache, wird das endgültige Verlöschen des Büßers Gotama stattfinden.  Nun ist mir da dieser bestimmte Zweifel gekommen.  So viel Vertrauen habe ich zum Büßer Gotama, daß er imstande ist, die Lehre auf solche Art zu zeigen, daß ich diesen bestimmten Zweifel los werde.  Darum möchte ich, verehrter Ananda, um die Erlaubnis bitten, den Büßer Gotama zu. sehen.« Und auch zum drittenmal antwortete der ehrwürdige Ananda dem Wandermönch Subhadda: »Genug, Freund Subhadda!  Quäle nicht den Vollendeten.  Der Erhabene ist ermüdet.« Und es hörte der Erhabene dieses Gespräch des ehrwürdigen Ananda mit dem Wandermönche Subhadda.  Da nun sprach der Erhabene zum ehrwürdigen Ananda: »Genug, Ananda!  Hindere nicht den Subhadda!  Erlaubnis hat Subhadda, den Vollendeten zu sehen.  Was auch immer Subhadda mich fragen wird, das wird er fragen in der Absidit, zur Erkenntnis zu kommen, nicht in der Absidit, zu belästigen; und was ich ihm auf seine Fragen antworten werde, das wird er gar schnell begreifen.« Da nun sprach der ehrwürdige Ananda zum Wandermönche Subhadda so: »Komm, Freund Subhadda!  Der Erhabene gibt dir Erlaubnis.« Da nun begab sich der Wandermönch Subhadda zum Erhabenen.  Dort angelangt begrüßte er sich freundlich mit dem Erhabenen und setzte sich nach den üblichen Begrüßungsworten seitwärts nieder.  Seitwärts sitzend, sprach nun der Wandermönch Subhadda zum Erhabenen so: »Verehrter Gotama, alle die Büßer und Brahmanen, alle die Ordensstifter, Schulenstifter, Lehrer, die wohlbekannten, berühmten Sektenstifter, die von der großen Masse beifällig anerkannten, wie z. B. Purana Kassapa, Makkhali Gosala, Ajita Kesakambali, Pakudha Kaccayana, Sanjaya Belatthi-putta, Nigantha Natha-putta, haben die alle, wie sie selber behaupten, voll erkannt oder haben sie alle nicht voll erkannt oder haben einige voll erkannt, einige nicht voll erkannt?« »Genug, Subhadda!  Mag das dahingestellt sein, ob alle, wie sie behaupten, voll erkannt haben, ob alle nicht voll erkannt haben, oder ob einige voll erkannt haben, einige nicht voll erkannt haben.  Die Lehre, Subhadda, werde ich dir zeigen.  Die höre!  Achte wohl auf!  Ich werde reden!« »ja, o Herr«, antwortete da der Wandermönch Subhadda dem Erhabenen.  Der Erhabene sprach so: »In welcher Lehrordnung, Subhadda, der edle achtgliedrige Pfad sich nicht findet, da findet sich auch der echte Mönch nicht, da findet sich auch nicht der echte Mönch zweiter Art, da findet sich auch nicht der echte Mönch dritter Art, da findet sich auch nicht der echte Mönch vierter Art.  In welcher Lehrordnung aber, Subhadda, der edle achtgliedrige Pfand sich findet da findet sich auch der edle Mönch, da findet sich auch der edle Mönch zweiter Art, da findet sich auch der echte Mönch dritter Art, da findet sich auch der echte Mönch vierter Art.  In dieser Lehrordnung aber, Subhadda‘ findet sich der edle achtgliedrige Pfad.  Hier, ja hier ist der echte Mönch, hier ist der echte Mönch zweiter Art, hier ist der echte Mönch dritter Art, hier ist der echte Mönch vierter Art.  Leer von echten Mönchen, Subhadda, sind die anderen Lehrsysteme.  Und lebten alle diese jünger recht, so wäre die Welt nicht leer von Verehrungswürdigen.  +++
Ein Jahr an dreißig fehlte noch, Subhadda, 
Als ich die Welt verließ, das Heil mir suchend. 
Und reichlich fünfzig Jahre sind verflossen, 
Seit ich, Subhadda, Pilgerschaft mir wählte 
Als Wandrer in dem Reich der rechten Lehre. 
+++ Außerhalb dieser gibt es den echten Mönch nicht.  Auch den echten Mönch zweiter Art gibt es nicht, auch den echten Mönch dritter Art gibt es nicht, auch den echten Mönch vierter Art gibt es nicht.  Leer von echten Mönchen sind die anderen Lehrsysteme.  Und lebten alle diese Mönche recht, so wäre die Welt nicht leer von Verehrungswürdigen.« Auf diese Worte sprach der Wandermönch Subhadda zum Erhabenen so. >Vortrefflich, o Herr! Vortrefflich, o Herr!  Gleich als wenn man, o Herr, Umgestürztes wieder aufrichtete oder Verdecktes aufdeckte oder einem Verirrten den Weg zeigte oder eine Lampe in der Dunkelheit hielte: Die da Augen haben, werden die Dinge sehen - ebenso ist vom Erhabenen auf gar mannigfache Weise die Lehre gezeigt worden.  So nehme ich, o Herr, beim Erhabenen die Zuflucht, bei der Lehre und bei der Mönchsgemeinde.  Ich möchte beim Erhabenen die Weihe des Austritts aus der Welt empfangen, ich möchte die Weihe des Eintritts in den Orden empfangen.« »Wer, Subhadda, bisher Anhänger anderer Lehre, in dieser Lehrordnung die Weihe des Austritts aus der Welt‚ und die Weihe des Eintritts in den Orden wünscht, der hat vier Monate Probezeit.  Nach Ablauf der vier Monate geben innerlich strebsam Mönche ihm die Austrittsweihe aus der Welt und nehmen ihn in den Mönchsstand auf.  Indessen sehe ich hierbei auf den Unterschied in der Person.« -Wenn, o Herr, frühere Anhänger anderer Lehren, die in dieser Lehrordnung die Weihe des Austritts aus der Welt und die Weihe des Eintritts in den Orden wünschen, vier Monate Probezeit haben, wenn nach Ablauf von vier Monaten innerlich strebsam Mönche ihnen die Austrittsweihe aus der Welt geben und sie in den Mönchsstand aufnehmen, so will ich vier Jahre Probezeit übernehmen, und nach Ablauf von vier Jahren mögen innerlich strebsame Mönche mir die Austrittsweihe aus der Welt geben und mich in den Mönchsstand aufnehmen.« Da nun redete der Erhabene den ehrwürdigen Ananda an: »So gebt denn, Ananda, dem Subhadda die Weihen.« »ja, o Herr«, antwortete da der ehrwürdige Ananda .dem Erhabenen.  Da nun sprach der Wandermönch Subhadda zum ehrwürdigen Ananda so: »Wie glücklich, Freund Ananda, wie bevorzugt, Freund Ananda, seid ihr, die ihr hier aus dem Munde des Lehrers mit der Schülerweihe geweiht werdet.« Und es empfing der Wandermönch Subhadda beim Erhabenen die Weihe des Austritts aus der Welt, er empfing die Weihe des Eintritts in den Orden.  Und alsbald nachdem er eingetreten war, lebte der ehrwürdige Subhadda einsam, zurückgezogen, ernsthaft, eifrig, zielbewußt.  Und gar bald hatte er jenes unvergleichliche Ziel des Reinheitslebens, um dessen willen Edelgeborene gar willig aus dem Haus in die Hauslosigkeit hinausziehen, schon in diesem Dasein aus sich selber erkannt, verwirklicht und sich zu eigen gemacht.- Vernichtet ist Geburt, ausgelebt das Reinheitsleben, vollbracht die Aufgabe, nichts weiter mehr nach diesem hier, die unmittelbare Einsicht ging auf.‘ Und so war nun der ehrwürdige Subhadda einer von den Verehrungswürdigen geworden.  Das war der letzte persönliche jünger des Erhabenen.  +++  Da nun redete der Erhabene den ehrwürdigen Ananda an: »Es könnte ja wohl sein, Ananda, daß euch der Gedanke käme: Dahin ist des Lehrers Wort.  Wir haben keinen Lehrer mehr.‘ Nicht aber, Ananda, ist das so zu verstehen.  Die Lehre, Ananda, und die Ordnung, die ich euch gezeigt, klargelegt habe, die ist nach meinem Dahinscheiden euer Lehrer.  Wie aber, Ananda, gegenwärtig die Mönche mit dem Wort Freund‘ einander anreden, so sollt ihr euch nach meinem Tode nicht anreden.  Der ältere Mönch soll den jüngeren Mönch mit seinem Vornamen oder seinem Familiennamen oder mit Freund‘ anreden; und der jüngere Mönch soll den älteren Mönch mit Herr‘ oder Ehrwürdiger‘ anreden.  Wenn, Ananda, die Mönchsgemeinde es wünscht, so mag man nach meinem Hinscheiden alle die verschiedenen kleinen Vorschriften fallen lassen.  Dem Mönch Channa soll man, Ananda, die Hochbuße auferlegen.« »Was aber, o Herr, ist die Hochbuße?« »Der Mönch Channa, Ananda, mag reden, was er will; die Mönche sollen aber weder zu ihm reden, noch ihn unterweisen, noch ihn belehren.« Da nun redete der Erhabene die Mönche an: »Es könnte vielleicht sein, ihr Mönche, daß irgendein Mönch Zweifel oder Unsicherheit hegte am, Buddha oder an der Lehre oder an der Mönchsgemeinde oder am Pfad oder an der Führung.  Fragt, ihr Mönche!  Setzt euch später nicht der Reue aus: Den Lehrer haben wir vor uns gehabt, und wir sind nicht fähig gewesen, in Gegenwart des Erhabenen zu fragen!‘« Auf diese Worte blieben jene Mönche stumm.  Und zum zweitenmal und zum drittenmal redete der Erhabene die Mönche an: »Es könnte vielleicht sein, ihr Mönche, daß irgendein Mönch Zweifel oder Unsicherheit hegte am Buddha oder an der Lehre oder an der Mönchsgerneinde oder am Pfad oder an der Führung.  Fragt, ihr Mönche!  Setzt euch später nicht der Reue aus: Den Lehrer haben wir vor uns gehabt, und wir sind nicht fähig gewesen, in Gegenwart des Erhabenen zu fragen.‘« Und zum zweitenmal und zum drittenmal blieben jene Mönche stumm.  Da nun redete der Erhabene die Mönche an: »Es könnte vielleicht sein, ihr Mönche, daß ihr aus Ehrfurcht vor dem Lehrer nicht fragen mögt.  Der Genosse, ihr Mönche, möge sich dem Genossen mitteilen.« Auf diese Worte blieben jene Mönche stumm.  Da nun sprach der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen so: »Erstaunlich, o Herr!  Wunderbar, o Herr!  Die Überzeugung, o Herr, habe ich von dieser Mönchsgemeinde, daß nicht ein Mönch Zweifel oder Unsicherheit hegt am Buddha oder an der Lehre oder an der Mönchsgemeinde oder am Pfad oder an der Führung.« »In Überzeugung, Ananda, sprichst du.  Der Vollendete aber, Ananda, weiß hier eben unmittelbar:, Nicht gibt es in dieser Mönchsgemeinde, nicht gibt es da, sage ich, auch nur einen Mönch, der Zweifel oder Unsicherheit hegte am Buddha oder an der Lehre oder an der Mönchsgemeinde oder am Pfad oder an der Führung.  Von diesen fünfhundert Mönchen hier ist auch der letzte ein von der Strömung Ergriffener, nicht mehr Rückfall-fähig, recht gerichtet, der Erwachung zugewandt.« Da nun redete der Erhabene die Mönche an: »Und jetzt, ihr Mönche, ich sage es euch!- Vergänglich‚ ist alles Wesen. Strebet in Ernst!« Das war des Vollendeten letztes Wort.  Da nun ging der Erhabene in die erste Gedankenstufe ein.  Aus der ersten Gedankenstufe hochtauchend, ging er in die zweite Gedankenstufe ein.  Aus der zweiten Gedankenstufe hochtauchend, ging er in die dritte Gedankenstufe ein.  Aus der dritten Gedankenstufe hochtauchend, ging er in die vierte Gedankenstufe ein.  Aus der vierten Gedankenstufe hochtauchend, ging er in das Gebiet der Raumunendlichkeit ein.  Aus dem Eingehen in das Gebiet der Raumunendlichkeit hochtauchend, ging er in das Gebiet der Bewußtseinsunendlichkeit ein.  Aus dem Eingehen in das Gebiet der Bewußtseinsunendlichkeit hochtauchend, ging er in das Gebiet der Nichtetwasheit ein.  Aus dem Eingehen in das Gebiet der Nichtetwasheit hochtauchend, ging er in das Gebiet der Weder - Wahrnehmung noch -nicht-Wahrnehmung ein.  Aus dem Eingehen in das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-noch-nicht-Wahrnehmung hochtauchend, ging er in das Wahrnehmung-Emfindungs-Aufhören ein.  Da nun sprach der ehrwürdige Ananda zum ehrwürdigen Anuruddha so: »Voll-erloschen, Herr Anuruddha, ist der Erhabene.« »Nicht ist, Freund Ananda, der Erhabene vollerloschen.  Eingegangen ist er in das Wahrnehmung-Empfindungs-Aufhören.« Da nun, aus dem Eingehen in das Wahrnehmung-Empfindungs Aufhören hochtauchend, ging er in das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-noch-nicht-Wahrnehmung ein.  Aus dem Eingehen in das Gebiet der Weder-Wahrnehmung-noch-nicht-Wahrnehmung hochtauchend, ging er in das Gebiet der Nichtetwasheit ein.  Aus dem Eingehen in das Gebiet der Nichtetwasheit hochtauchend, ging er in das Gebiet der Bewußtseinsunendlichkeit ein.  Aus dem Eingehen in das Gebiet der Bewußtseinsunendlichkeit auftauchend, ging er in das Gebiet der Raumunendlichkeit ein. Aus dem Eingehen in das Gebiet der Raumunendlichkeit hochtauchend, ging er in die vierte Gedankenstufe ein. Aus der vierten Gedankenstufe hochtauchend, ging er in die dritte Gedankenstufe ein.  Aus der dritten Gedankenstufe hochtauchend, ging er in die zweite Gedankenstufe ein.  Aus der zweiten Gedankenstufe hochtauchend, ging er in die erste Gedankenstufe ein. Aus der ersten Gedankenstufe hochtauchend, ging er in die zweite Gedankenstufe ein. Aus der zweiten Gedankenstufe hochtauchend, ging er in die dritte Gedankenstufe ein.  Aus der dritten Gedankenstufe  hochtauchend, ging er in die vierte Gedankenstufe ein.  Aus der vierten Gedankenstufe hochtauchend, ist dann der Erhabene unmittelbar voll-erloschen.  Beim Voll-Erlöschen des Erhabenen, gleichzeitig mit seiner Voll-Erlöschung erhob sich ein gewaltiges Erdbeben, ein Entsetzen und Schauder erregendes, und Donnerschläge krachten hernieder.  Beim Voll-Erlöschen des Erhabenen, gleichzeitig mit seiner Voll-Erlöschung, sprach Brahma Sahampati diesen Vers:  +++
Sie alle wahrlich werfen ab, 
Die Wesen, einst ihr Daseinskleid, 
Wie jetzt der Lehrer, dem allhier 
Nicht irgendeiner je ist gleich. 
Tathagata, voll Wissensmacht, 
Der Voll-Erwachte ist verlöscht. 
+++ Beim Voll-Erlöschen des Erhabenen, gleichzeitig mit seiner Voll-Erlöschung, sprach Sakka, der Götter-König, diesen Vers:  +++
Vergänglich wahrlich ist, was west, 
Entstehn-Vergehn ist seine Art. 
Entstanden schwindet es dahin - 
Des Spiels Verebbung, das ist Glück. 
+++ Beim Voll-Erlöschen des Erhabenen, gleichzeitig mit seiner Voll-Erlöschung, sprach der ehrwürdige Anuruddha diese Verse:  +++
Das Atemholen hörte auf 
Bei ihm, dem Geist-gefestigten, 
Der Regung bar, Ruhe-gewiß, 
So endete der Weise hier. 
Im Geiste ungebeugt, ließ er 
Eingehen, was Empfindung war, 
Und eben wie das Licht verlöscht, 
So ging er in Befreiung ein. 
+++ Beim Voll-Erlöschen des Erhabenen, gleichzeitig mit seiner Voll-Erlöschung, sprach der ehrwürdige Ananda diesen Vers:  +++
Was für Entsetzen griff uns da! 
Was für ein Schauder sträubt das Haar, 
Als er, den jede Zierde schmückt, 
Der Voll-Erwachte, uns erlosch. 
+++ Als nun der Erhabene voll-erloschen war, da brachen von den Mönchen, die noch nicht frei von Leidenschaften waren, einige, die Arme ausstreckend, in Weinen aus, stürzten wie gefällt zu Boden, wälzten sich hin und her: »Allzu schnell ist der Erhabene erloschen! Allzu schnell ist der Wegesmächtige erloschen!  Allzuschnell ist das Auge der Welt verschwunden-!« Diejenigen Mönche aber, die frei von Leidenschaften waren, die fügten sich besonnen, voll bewusst: »Vergänglich ist alles, was west.  Wie wäre da derartiges wohl möglich!« Da nun redete der ehrwürdige Anuruddha die Mönche an: >Genug, ihr Freunde!  Bekümmert euch nicht! Jammert nicht!  Hat nicht, ihr Freunde, der Erhabene eben dieses euch, vorher verkündet: eben bei allem Lieben und Teuren das Verwerden, das Entwerden, das Anderswerden!  Woher, ihr Freunde, sollte das anders möglich sein!  Was da entstanden, geworden, zusammengesetzt, der Auflösung unterworfen ist, daß das der Auflösung nicht verfiele, eine derartige Möglichkeit gibt es nicht.« Und der ehrwürdige Anuruddha und der ehrwürdige Ananda verbrachten den Rest der Nacht im Gespräch über die Lehre.  Da nun redete der ehrwürdige Anuruddha den ehrwürdigen Ananda an: »Geh, Freund Ananda, begib dich nach Kusinara und zeige es den Mallas an: Endgültig verlöschen, Vasetthas, ist der Erhabene.  Wie ihr es nun für an der Zeit haltet.‘« »ja, o Herr«, erwiderte da der ehrwürdige Ananda dem ehrwürdigen Anuruddha, kleidete sich frühzeitig an, nahm Obergewand und Almosenschale und begab sich, von einem zweiten begleitet, nach Kusinara.  Zu jener Zeit nun waren die Mallas von Kusinara im Stadthaus versammelt in irgendeiner geschäftlichen Angelegenheit.  Da nun begab sich der ehrwürdige Ananda zum Stadthaus der Mallas; dort angelangt, zeigte er den Mallas von Kusinara an: »Endgültig verlöschen, Vasetthas, ist der Erhabene.  Wie ihr es nun für an der Zeit haltet.« Als sie das vom ehrwürdigen Ananda hörten, da wurden die Mallas, ihre Söhne, ihre Schwiegertöchter und Frauen traurig, niedergeschlagen, von Herzeleid ergriffen.  Und einige weinten mit aufgelöstem Haar, weinten die Arme ausstreckend, wie gefällt stürzten sie nieder, wälzen sich hin und her: »Allzu schnell ist der Erhabene verloschen!  Allzu schnell ist der Wegesmächtige verlöschen!  Allzu schnell ist das Auge der Welt verschwunden.« Da nun beauftragten die Mallas von Kusinara Leute: »So holt denn, ihr Leute, die Blumen und Wohlgerüche von Kusinara zusammen und das ganze Musikkorps.« Da nun nahmen die Mallas von Kusinara Blumen und Wohlgerüche und das ganze Musikkorps und fünfhundert Doppelgewänder und begaben sich zum Stadtpark, zum Sala-Hain der Mallas, zum Leichnam des Erhabenen.  Dort angelangt, verehrten sie den Leichnam des Erhabenen mit Tänzen, Gesängen, Musikaufführungen, erwiesen ihm ihre Wertschätzung, Hochschätzung, Verehrung, stellten Stoffbaldachine auf, errichteten Rundpavillons und verbrachten so diesen Tag.  Da nun kam den Mallas von Kusinara der Gedanke: »Viel zu spät ist es für heute, den Leichnam des Erhabenen zu verbrennen.  Morgen also werden wir den Leichnam des Erhabenen verbrennen.« Da nun ehrten die Mallas von Kusinara den Leichnam des Erhabenen mit Tänzen, Gesängen, Musikaufführungen, erwiesen ihm ihre Wertschätzung, Hochachtung, Verehrung, stellten Stoffbaldachine auf, errichteten Rundpavillons und verbrachten so auch den zweiten Tag, verbrachten so auch den dritten Tag, verbrachten so auch den vierten, fünften und sechsten Tag.  Da nun, am siebenten Tag, kam den Mallas von Kusinara der Gedanke: »Wir haben den Leichnam des Erhabenen mit Tänzen, Gesängen, Musikaufführungen geehrt, wir wollen ihn nun auf der Südstraße nach dem Süden der Stadt bringen, und hier außerhalb im Süden der Stadt wollen wir den Leichnam des Erhabenen verbrennen.« Zu jener Zeit nun waren die acht vornehmsten Mallas, die reingewaschenen Hauptes und mit neuen Gewändern angetan (sich daran machten) - »Wir wollen den Leichnam des Erhabenen hochheben«, nicht dazu imstande.  Da nun sprachen die Mallas von Kusinara zum ehrwürdigen Anuruddha so: »Was nun wohl, o Herr, ist der Grund, was ist die Ursache, daß diese acht vornehmsten Mallas, die reingewaschenen Hauptes und mit neuen Gewändern angetan (sich daran machten): Wir wollen den Leichnam des Erhabenen hochheben‘, nicht dazu imstande waren?»Anders, Vasetthas, ist euer Wille, anders ist der Wille der Gottheiten.»Wie aber, o Herr, ist der Wille der Gottheiten?« »Euer Wille, ihr Vasetthas, ist: Wir wollen den Leichnam des Vollendeten, nachdem wir ihn mit Tänzen, Gesängen, Musikaufführungen geehrt haben, nachdem wir ihm Wertschätzung, Hochschätzung, Verehrung erwiesen haben, auf der Südstraße zum Süden der Stadt hinausbringen, und dort draußen im Süden der Stadt wollen wir den Leichnam des Vollendeten verbrennen.‘ Der Götter Wille, ihr Vasetthas, aber ist: Wir wollen den Leichnam des Vollendeten, nachdem wir ihn mit Tänzen, Gesängen, Musikaufführungen geehrt haben, nachdem wir ihm Wertschätzung, Hochätzung, Verehrung erwiesen haben, auf der Nordstraße zum Norden der Stadt hinausbringen, ihn dann durch das nördliche Tor in die Stadt zurückführen, ihn auf der Hauptstraße zur Mitte der Stadt bringen, dann aus dem östlichen Tor hinausgehen, und im Osten der Stadt, am Gedenkmal der Mallas, Makuta-bandhana mit Namen, da wollen wir den Leichnam des Erhabenen verbrennen.‘« »Wie, o Herr, es der Wille der Götter ist, so soll es geschehen.« Damals nun war ganz Kusinara, sogar die schmutzigen Kehrichthaufen mit eingeschlossen, bis zu Kniehöhe mit Mandaravablüten überschüttet.  Da nun brachten die Gottheiten und die Mallas von Kusinara den Leichnam des Erhabenen, nachdem sie ihn mit göttlichen und menschlichen Tänzen, Gesängen, Musikaufführungen geehrt hatten, nachdem sie ihm Wertschätzung, Hochschätzung, Verehrung erwiesen hatten, auf der Nordstraße zum Norden der Stadt hinaus, führten ihn durch das nördliche Tor in die Stadt zurück, brachten ihn auf der Hauptstraße zur Mitte der Stadt, gingen dann aus dem östlichen Tor hinaus, und im Osten der Stadt, am Gedenkmal der Mallas, Makuta-bandhana mit Namen, da legten sie den Leichnam des Erhabenen nieder.  Da nun sprachen die Mallas von Kusinara zum ehrwürdigen Ananda so: »Wie, Herr Ananda, sollen wir mit dem Leichnam des Vollendeten verfahren?« »Wie man, ihr Vasetthas, mit dem Leichnam eines weltbeherrschenden Königs verfährt, so ist mit dem Leichnam des Vollendeten zu verfahren.« »Wie aber verfährt man mit dem Leichnam eines weltbeherrschenden Königs?« »Den Leichnam eines weltbeherrschenden Königs, Vasetthas, hüllt man in ein völlig neues Gewand.  Nachdem man ihn in ein völlig neues Gewand gehüllt hat, hüllt man ihn in zerfaserte Baumwolle.  Nachdem man ihn in zerfaserte Baumwolle gehüllt hat, hüllt man ihn in ein neues Gewand.  Nachdem man auf diese Weise den Leichnam des weltbeherrschenden Königs in fünfhundert Paar (solcher Hüllen) eingehüllt hat, legt man ihn in einen ehernen, ölgefüllten Behälter.  Nachdem man ihn mit einem anderen ehernen Behälter zugedeckt hat, macht man einen Scheiterhaufen ganz aus Räucherwerk und verbrennt den Leichnam des weltbeherrschenden Königs.  An einem Straßenkreuzpunkt errichtet man dann dem weltbeherrschenden König ein Gedenkmal.  So, ihr Vasetthas, verfährt man mit dem Leichnam eines weltbeherrschenden Königs.  Und wie man, ihr Vasetthas, mit dem Leichnam eines weltbeherrschenden Königs verfährt, so ist mit dem Leichnam des Vollendeten zu verfahren.  An einem Straßenkreuzpunkt ist dem Vollendeten ein ‚Gedenkmal zu errichten.  Und diejenigen, die dort Blumen oder Räucherwerk oder etwas Farbiges niederlegen werden oder sich ehrfurchtsvoll verneigen oder sich innerlich erheitern werden, denen wird das für lange Zeit zum Heile, zum Segen gereichen.« Da nun beauftragten die Mallas von Kusinara Leute: »So holt denn, ihr Leute, zerfaserte Baumwolle.« Da nun hüllten die Mallas von Kusinara den Leichnam des Erhabenen in ein völlig neues Gewand.  Nachdem sie ihn in ein völlig neues Gewand gehüllt hatten, hüllten sie ihn in zerfaserte Baumwolle.  Nachdem sie ihn in zerfaserte Baumwolle gehüllt hatten, hüllten sie ihn in ein völlig neues Gewand.  Nachdem man auf diese Weise den Leichnam des Erhabenen in fünfhundert Paar (solcher Hüllen) eingehüllt hatte, legten sie ihn in einen ehernen, ölgefüllten Behälter.  Nachdem sie ihn mit einem anderen ehernen Behälter zugedeckt hatten, machten sie einen Scheiterhaufen ganz aus Räucherwerk und legten den Leichnam des Erhabenen auf den Scheiterhaufen.  Zu jener Zeit nun war der ehrwürdige Maha-Kassapa auf der Wanderschaft von Pava nach Kusinara mit einer großen Mönchsgemeinde, zusammen mit fünfhundert Mönchen.  Da nun ging der ehrwürdige MahaKassapa vom Wege ab und setzte sich. am Fuße eines Baumes.  Damals nun war ein Ajivakal“ aus Kusinara, der eine Mandarava-Blume an sich genommen hatte, auf der Wanderung nach Pava.  Und es sah der ehrwürdige Maha-Kassapa den Ajivaka von fern herankommen und sprach zu ihm so: »Kennst du wohl, Freund, unseren Lehrer?« »Freilich, Freund, kenne ich ihn.  Heute sind es sieben Tage, daß der Büßer Gotama vollerloschen ist.  Von daher habe ich mir diese Mandarava-Blume mitgenommen.« Und von den Mönchen, die noch nicht frei von Leidenschaften waren, weinten da einige, die Arme ausstreckend, wie gefällt stürzten sie nieder, wälzten sich hin und her: »Allzu schnell ist der Erhabene erloschen!  Allzu schnell ist der Wegesmächtige erloschen!  Allzu schnell ist das Auge der Welt verschwunden!« Diejenigen Mönche aber, die frei von Leidenschaften waren, die fügten sich besonnen, vollbewußt: »Vergänglich ist alles, was west.  Wie wäre da derartiges wohl möglich?« Damals nun saß einer namens Subhadda, der schon in reifen Jahren die Weihe empfangen hatte, in jener Versammlung.  Da nun sprach dieser Subhadda zu jenen Mönchen so: »Genug, Freunde! Bekümmert euch nicht, jammert nicht!  Zu unserem Heile befreit sind wir diesem großen Büßer. Sklaven waren wir ja von diesem: Das ziemt sich für euch das ziemt sich nicht für euch.‘ jetzt aber werden wir das tun, was wir wollen; was wir nicht wollen, das werden wir nicht tun.« Da nun redete der ehrwürdige Maha-Kassapa die Mönche an: »Genug, Freunde!  Bekümmert euch nicht, jammert nicht!  Hat nicht, ihr Freunde, der Erhabene eben dieses euch vorher verkündet.- eben bei allem Lieben und Teuren das Verwerden, das Entwerden, das Anderswerden!  Woher, ihr Freunde, sollte das anders möglich sein!  Was da entstanden, geworden, zusammengesetzt, der Auflösung unterworfen ist, daß das der Auflösung nicht verfiele, eine derartige Möglichkeit gibt es nicht.« Zu jener Zeit nun waren die vier vornehmsten Mallas, die reingewaschenen Hauptes und mit neuen Gewändern angetan (sich daran machten). »Wir wollen den Scheiterhaufen des Erhabenen anzünden«, nicht dazu imstande.  Da nun sprachen die Mallas von Kusinara zum ehrwürdigen Anuruddha so: »Was nun wohl, Herr Anuruddha, ist der Grund, was ist die Ursache, daß diese vier vornehmsten Mallas, die reingewaschenen Hauptes und mit neuen Gewändern angetan (sich daran machten), den Scheiterhaufen des Erhabenen anzuzünden, es nicht konnten?« »Anders, ihr Vasetthas, ist da der Wille der Gottheiten.« »Wie aber, o Herr, ist der Wille der Gottheiten?« »Der Wille der Gottheiten ist: Dieser ehrwürdige Maha-Kassapa ist mit einer großen Mönchsgemeinde, zusammen mit fünfhundert Mönchen auf der Wanderschaft von Pava nach Kusinara.  Nicht eher wird der Scheiterhaufen des Erhabenen aufflammen, bis nicht der ehrwürdige Maha Kassapa mit dem Haupt zu den Füßen des Erhabenen sich geneigt hat.« »Wie, o Herr, es der Wille der Götter ist, so soll es geschehen.« Da nun begab sich der ehrwürdige Maha-Kassapa nach Kusinara, zum Maklitabandhana, dem Gedenkmal der Mallas, zum Scheiterhaufen des Erhabenen.  Dort angelangt, ordnete er das Gewand auf einer Schulter, und die aneinandergelegten Hände ausstreckend, machte er dreimal um den Scheiterhaufen die Rechtsumwandlung und neigte sich dann mit dem Haupt zu den Füßen des Erhabenen.  Und auch jene fünfhundert Mönche ordneten das Gewand auf einer Schulter, und die aneinandergelegten Hände ausstreckend, machten sie dreimal um den Scheiterhaufen des Erhabenen die Rechtsumwandlung und beugten sich mit dem Haupt zu den Füßen das Erhabenen.  Nachdem aber der ehrwürdige Maha-Kassapa und jene fünfhundert Mönche ihre Ehrfurcht bezeugt hatten, ging der Scheiterhaufen des Erhabenen von selber in Flammen auf.  Bei der Verbrennung des Leichnams des Erhabenen wurde aber von dem, was da Ober- und Unterhaut, Fleisch, Sehnen und fettige Teile waren, nichts in Form von Asche oder Verkohltem sichtbar; eben nur die knochigen Teile blieben übrig.  Gleichwie bei der Verbrennung von Butter oder Öl nichts als Asche oder Verkohltes sichtbar wird, ebenso wurde bei der Verbrennung des Leichnams des Erhabenen von dem, was da Ober- und Unterhaut, Fleisch, Sehnen und fettige Teile war, nichts in Form von Asche oder Verkohltem sichtbar; eben nur die knochigen Teile blieben übrig.  Von den fünfhundert Doppelhüllen aber verbrannten nur zwei: die, die ganz zu innerst war, und die äußere.  Als aber der Leichnam des Erhabenen verbrannt war, da kamen aus der Luft Wasserströme, die brachten den Scheiterhaufen des Erhabenen zum Verlöschen, und auch von unten her aus den Baumgründen kamen Gewässer hoch, die brachten den Scheiterhaufen des Erhabenen zum Verlöschen, und auch die Mallas von Kusinara brachten durch allerhand wohlrichende Wasser den Scheiterhaufen des Erhabenen zum Verlöschen.  Da nun machten die Mallas von Kusinara um die Knochen des Erhabenen im Stadthaus ein Gitter von Speeren und führten eine Umzäunung von Bogen aus und ehrten sie sieben Tage lagn mit Tänzen, Gesängen, Musikaufführungen, mit Blumen und Wohlgerüchen, umgaben sie damit, erwiesen ihnen Hochschätzung und Verehrung.  Und es hörte der Magadha-König Ajatasattu Vedehiputta: »Der Erhabene, heißt es, ist in Kusinara verlöschen.« Da nun sandte der Magadha-König Ajatasattu Vedehiputta einen Boten zu den Mallas nach Kusinara. »Der Erhabene gehörte zur Kriegerkaste, auch ich gehöre zur Kriegerkaste.  Auch mir kommt ein Anteil an den Knochen des Erhabenen zu.  Ich will für die Knochen des Erhabenen ein Gedenkmal und einen Festtag schaffen.« Und es hörten die Licchavi von Vesali: »Der Erhabene, heißt es, ist in Kusinara verlöschen.  Der Erhabene gehörte zur Kriegerkaste, auch wir gehören zur Kriegerkaste.  Auch uns kommt ein Anteil an den Knochen des Erhabenen zu.  Wir wollen für die Knochen des Erhabenen ein Gedenkmal und einen Festtag schaffen.« Und es hörten die Sakya von Kapilavatthu die Buli von Allakappa - die Koliya von Ramagama - der Vethadipa Brahmane - die Malla von Pava: »Der Erhabene, heißt es, ist in Kusinara verloschen.« Die sandten da Boten: »Der Erhabene gehörte zur Kriegerkaste, auch wir gehören zur Kriegerkaste.  Auch uns kommt ein Anteil an den Knochen des Erhabenen zu.  Wir wollen für die Knochen des Erhabenen ein Gedenkmal und einen Festtag schaffen.« Auf diese Worte sprachen die Mallas von Kusinara zu jenen verschiedenen Gemeinschaften so: »Auf unserem Landgebiet ist der Erhabene verloschen.  Wir werden von den Knochen des Erhabenen keine Anteile abgeben.« Auf diese Worte sprach der Brahmane Dona zu den verschiedenen Gemeinschaften so:  +++
»Verehrte, hört nur dieses eine Wort von mir: 
Uns hat der Buddha stets Geduld gepredigt. 
Nicht heilsam wär‘s, wenn hier bei diesem Großen 
Der Knochen Teilung solchen Streit auslöste. 
So laßt uns alle einig sein, ihr Herren! 
Freundschaftlich-willig machen wir acht Teile, 
Verteilt über die Lande seien Thupas, 
Daß viele sich erheitern an dem Seher.« 
+++ »So teile denn eben du, Brahmane, die Knochen des Erhabenen in genau acht gleiche Teile.« -Sei es so«, stimmte da der Brahmane Dona jenen Gemeinschaften bei, teilte die Knochen des Erhabenen in genau acht gleiche Teile und sprach zu jenen Gemeinschaften so: »Diese Urne mögen die Verehrten mir geben.  Auch ich will für diese Urne ein Gedenkmal und einen Festtag schaffen.« Und sie gaben dem Brahmanen Dona die Urne.  Und es hörten die Moriya von Pipphalivana: »Der Erhabene, heißt es, ist in Kusinara verlöschen.« Da nun sandten die Moriya von Pipphali Vana einen Boten zu den Mallas von Kusinarä: »Der Erhabene gehörte zur Krieger Kaste auch wir gehören zur Kriegerkaste.  Auch uns kommt ein Aiteil an den Knochen des Erhabenen zu.  Auch wir wollen für die Knochen des Erhabenen ein Gedenkmal und einen Festtag schaffen.« »Ein Anteil an den Knochen des Erhabenen ist nicht mehr da.  Verteilt sind die Knochen des Erhabenen.  So nehmt euch von der Asche mit.« Die nahmen sich von der Asche mit.  Da nun schuf der Magadha-König Ajatasattu Vedehiputta für die Knochen des Erhabenen ein Gedenkmal und einen Festtag.  Das gleiche taten die Licchavi in Vesali, die Sakya in Kapilavatthu, die Buliin Allakappa, die Koliya in Ramagama, der Vethadipa-Brahmane in Vethadipa, die Malla in Pava und in Kusinara.  Der Brahmane Dona schuf für die Urne ein Gedenkmal und einen Festtag.  Und die Moriya schufen in Pipphalivana für die Urne ein Gedenkmal und einen Festtag.  So gab es da acht Gedenkmäler für die Knochen, ein neuntes für die Urne, ein zehnte für die Asche. So ist das damals gewesen. 

        Digha-Nikaya 16 

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