Wissen und Glauben - die zwei Pole.

Wissen und Glauben sind auf der untersten Ebene zwei getrennt erscheinende Pole, welche aber am Gipfel EINS werden. Der Mensch kann durch Glauben zu Wissen kommen, und durch Wissen zum Glauben.

Es gibt: Wissen, Erkenntnis, Verständnis und am Gipfel das SEIN.
Dem gegenüber steht: Glaube, Vertrauen, Hingabe und am Gipfel das SEIN.

 

NUR der Mensch kann sein Handeln und Denken SELBST hinterfragen. Ein Tier macht das nicht.
Ein klares Zeichen, daß nur der Mensch ein WACHES Selbst hat, das den Verstand also das EIGENE DENKEN hinterfragen kann - oder umgekehrt!!!

Das WISSEN: Das, was gerade in unserer Gesellschaft so hoch geachtet wird, ist in Wirklichkeit das Niedrigste.
Damit meine ich unsere Doktoren und Professoren, welche sich das Wissen NUR aus Büchern aneignen, aber von der SACHE noch nichts verstehen. Also die REIN studierten, deren Lebenszweck nur darin besteht, viele Bücher und Abhandlungen zu lesen, und sich VIEL WISSEN über ein bestimmtes Thema anzueignen. Auch sogenannte STUDIERTE Philosophen gibt es dieser Art, die trotz Studium über das Denken, nicht gelernt haben SELBST zu denken.

Die ERKENNTNIS: Die Erkenntnis der Dinge, steht über dem Wissen. Die eigenständige Erkenntnis von einer Sache setzt EIGENE Lebenserfahrung, und EIGENSTÄNDIGES Denken voraus. Nur, wenn das Erfahrene aus dem Leben auch selbst durchdacht wird, dann kommt der Mensch zu höherer Erkenntnis. Wer eine Sache SELBST erkannt hat, der weiß dann, daß es so ist - wie es geschrieben steht.

Das VERSTÄNDNIS: Das Verständnis steht über der Erkenntnis. Verständnis bedeutet, nicht nur TEILE eines Sache erkannt zu haben, sondern das GANZE zu sehen und zu VERSTEHEN - WARUM das so ist.

Nehmen wir als Beispiel einen Baum.
Wer nur über den Baum in Büchern liest, der kann THEORETISCH alles über den Baum wissen, aber er hat noch keinen Baum gesehen. Somit kann er auch nicht sagen: SO IST ES!
Wer aber auf das Land geht, und auf einen Baum zuläuft, der erkennt, aha, da ist ein Baum, und es stimmt, was ich über den Baum gelesen habe.
Wer nun noch näher an den Baum herangeht, und eingehend alles begutachtet - von der Wurzel, über den Stamm, die Äste, Zweige und Blätter, der versteht, was ein Baum ist, und warum ein Baum existiert.

Der GLAUBE: Der reine Glaube, ist wie das Wissen, nur die OBERFLÄCHE. Die Masse der Menschen ist im Glauben sehr leicht zu beeinflussen (eben - mangels EIGENEM Denken).
Wenn ein Wissenschaftler sagt: "Das ist so", dann wird das von den Massen geglaubt. Der ist ja studiert! Oder, wie ein Gottschalk vor dem Bankenkrise noch kräftig Werbung zum Aktienkauf machte. Auch das glaubte die Masse. Was auch immer ein Titelträger, oder ein Medienstar mit hohem Bekanntheitsgrad sagt, die Massen laufen hinterher. Das sind die unbewussten Menschen.

Das VERTRAUEN: Wenn zum Glauben das Vertrauen dazu kommt, dann ergibt das zusammen eine ÜBERZEUGUNG. Bibel: "Wenn Ihr daran glaubt und keinen Zweifel hegt, so wird es geschehen". Ein Glaube ohne Zweifel ist eine Überzeugung. Hier ist der ganze Bereich der Geistheilung, und des positiven Denkens anzusiedeln. Wobei kein Mensch einen Anderen geistig heilen kann, sondern nur die ÜBERZEUGUNG des Anderen beeinflussen kann. Auch ein Jesus sagte immer: "Gehe hin, DEIN GLAUBE hat Dir geholfen"! Eben NICHT: "ICH habe Dir geholfen!

Die HINGABE: Wenn man SICH SELBST einer Sache hingibt, dann ist das eine Selbstaufopferung. Ein Mensch, der in Hingabe seine Arbeit verrichtet, denkt bei der Arbeit NICHT an sICH, nicht an einen Vorteil, und nicht an einen Gewinn für sICH. Er ist im Geiste ganz und gar auf sein WERK KONZENTRIERT, und vergisst dabei alles Andere. NUR auf diese Artkonzentriert und selbstvergessen, so wurden die ganz großen Werke in Kunst, Literatur und worauf auch immer der Geist gelenkt ist, geschaffen.

Der SEINZUSTAND: Der Seinszustand ist dann sinnbildlich (im Geiste), wenn man in den Baum hinein geht, zum Baum wird, und denkt und fühlt wie ein Baum. Der kann dann sagen: ICH BIN ES.

Bei der spirituellen Entwicklung des Menschen steht zunächst der Glaube an einen Gott, dann das Vertrauen zu Gott, und zum Schluss die Hingabe (Selbstaufgabe) an Gott. So erreicht man das Höchste, den SEIN ZUSTAND.
So kommt der Mensch eben durch Wissen zum Glauben, oder durch Glauben zu Wissen. Es sind die zwei ERGÄNZUNGSHÄLFTEN, die notwendig sind, um das Höchste zu erreichen.

Wissen und Glauben, haben den GLEICHEN Ursprung, und das ist die Schrift (oder auch eine Erzählung).
Bei Wissenschaftlichen Schriften wird dann gesagt: Ich weis das - und bei religiösen Schriften wird dann gesagt: Ich glaube das. Ein Wissenschaftler hält sich für Wissend - weil er viel gelesen hat, und ein Religiöser hält sich für Gläubig - weil er viel gelesen hat.
Egal, von wo man kommt, weiter kommt man NUR durch EIGENE Erfahrung, also ERKENNTNIS! Der Wissenschaftler hat eben Erkenntnis, und der Gläubige gewinnt dadurch Vertrauen. Viele Erfahrungswerte, ergeben ein VERSTÄNDNIS, und der Gläubige gewinnt dadurch Hingabe. Das höchste SEIN wird erst erreicht, wenn ALLES VERSTANDEN wurde, und der Mensch zu diesem WIRD.

Sinnbildlich ist Wissen der BUCHSTABE, Erkenntnis das WORT, Verständnis der SATZ, und das Sein ist das ganze BUCH!

Ziel ist es also,

WISSEND zu GLAUBEN.

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Mit freundlichen Grüßen
Demetrius Degen

©Demetrius Degen
25.11.2010

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